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Brüssel en bloc: Eine Schwedin auf der Suche nach Frauen

Brüsseler Probleme um Frauenfragen, gesicherte Qualität und neue Münzen: Johannes Röhrig beschreibt in seiner Freitags-Kolumne auf stern.de warum sich eine schwedische Kommissarin unter den vielen Männern unwohl fühlt, die Chinesen nun auch Gütesiegel klauen und wie man Euro-Münzen mitgestalten kann.

Warum wirkt die Europäische Union so wenig sexy? Schuld sind die Männer, hat die EU-Kommissarin Margot Wallström erkannt. Die alten Männer! Die Büroflure in Brüssel seien übervölkert mit dieser unattraktiven Spezies, klagt die Politikerin im Interview mit einer Zeitung ihres Heimatlandes Schweden. Schlimmer noch: Ein Ende der Misere rücke in weite Ferne, denn die Clique protegiere für Spitzenpositionen ausschließlich wieder nur Ihresgleichen. "Das ist sehr schlecht für das öffentliche Ansehen." Wallström, daran lässt sie keinen Zweifel, ist die Herrschaft der alten Säcke langsam leid.

Die Schwedin ist innerhalb der Kommission für Kommunikation, also für die öffentliche Darstellung zuständig, aber dass sie sich derart deutlich äußern würde, ist im europäischen Betrieb doch eher unüblich. Offensichtlich hat sich da einiges an Ärger aufgestaut. Doch es gibt auch einen aktuellen Anlass für Wallströms Aufmotzen. Sie stört das Geschacher um Posten in der EU. Im kommenden Jahr sind zwei neu geschaffenen Top-Jobs zu besetzen: Der eines Ratspräsidenten (die Vertretung der Länder-Regierungen) und der für Außenpolitik. Gute Chancen auf einen der beiden Posten besitzen der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (Jahrgang 1945), Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker (geboren 1954) sowie der schwedische Außenminister Carl Bildt (Jahrgang ‘49), wobei letzterem für höhere Weihen auf dem internationalen Parkett der Makel anhaftet, dass Schweden nicht in der Nato ist. Zeitweise wurde auch Tony Blair als Kandidat gehandelt.

Üblicherweise werden solche Positionen unter den Regierungen der EU-Staaten ausgekungelt. Kommissarin Wallström beobachtet jedoch: Ein Zirkel von "männlichen Politikern" im EU-Apparat stecke schon jetzt die Köpfe zusammen und lote die Chancen für Kandidaten aus: "Es ist unglaublich, dass wieder nur Namen von Männern diskutiert werden."

Tatsächlich ist die Idee von der Gleichbehandlung an der Spitze der EU noch längst nicht umgesetzt: Alle elf Kommissions-Präsidenten in der 50-jährigen Geschichte der Union waren Männer; in der heute 27-köpfigen Kommission sitzen nur acht Frauen.

Dabei gäbe es genügend Kandidatinnen für mehr Frauen-Power in der EU, findet Wallström. Die irische Präsidentin Mary Robinson wäre eine gute Wahl für einen der neuen Posten; gleiches gelte für die finnische Präsidentin Tarja Halonen. Wallström selbst, jüngst 54 Jahre alt geworden, hegt keine weiteren Ambitionen: "Gott bewahre", wehrt sie ab: "Genug ist genug."

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Seit Jahren müht sich die Europäische Union, ihre Güterkennzeichnung "CE" (Conformité Européenne) mit Bedeutung aufzuladen. Bislang scheiterte das. Ein echtes Gütezeichen, ähnlich dem deutschen TÜV-Siegel, das Verbrauchern Orientierung über Gesundheitsverträglichkeit und Sicherheit von Produkten geben kann, ist "CE" bis heute nicht. Denn anders als viele meinen, sind die meisten mit "CE" markierten Produkte keineswegs von unabhängiger Stelle geprüft. Es handelt sich um eine Kennzeichnung, die im internen Warenverkehr wichtig ist; Konsumenten führt sie in die Irre.

Diese Mogelpackung versucht die neue Wirtschaftsmacht China nun durch eine noch größere zu ersetzen. Das Land, ohnehin Weltmeister beim Produzieren von Duplikaten, hat dem europäischen Logo ein eigenes "CE"-Zeichen entgegengesetzt. Es sieht dem EU-Pendant zum Verwechseln ähnlich und soll angeblich für "China Export" stehen. Das ist ziemlich dreist. In der EU herrscht prompt Entrüstung. Es wird wohl nicht lange dauern, bis sich die Kommission in China über den "CE"-Klau bitter beschwert. Das Dilemma der europäischen Markierung wird dadurch allerdings nicht gelöst. Die Union braucht endlich ein echtes Gütesiegel.

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Zehn Jahre ist die Einführung des Euro im kommenden Jahr her. 320 Millionen Menschen in 15 EU-Ländern zahlen mit ihm. Wer meint, das sei zumindest eine Gedenkmünze wert, kann bis zum 22. Februar über die Gestaltung einer Zwei-Euro-Münze abstimmen. Auf der Homepage stehen fünf Entwürfe zur Auswahl

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(