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Bush in Auschwitz: Dem Bösen widerstehen

Zum Auftakt seiner Europa- und Nahostreise hat US- Präsident George W. Bush am Samstag in Polen im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zum Widerstand gegen das Böse aufgerufen.

Zum Auftakt seiner Europa- und Nahostreise hat US- Präsident George W. Bush am Samstag in Polen im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zum Widerstand gegen das Böse aufgerufen. "Dies ist eine ernüchternde Erinnerung an die Macht des Bösen und die Notwendigkeit, dem Bösen zu widerstehen", sagte Bush in Birkenau. "Wo immer in der Welt sich Antisemitismus zeigt, muss die Menschheit zusammenstehen, um gegen solch düstere Impulse anzukämpfen."

Zusammen mit seiner Frau Laura hielt er eine Minute im Gedenken an die Opfer inne, die in dem Lager ermordet worden waren. Bush hatte zuvor an der Todesmauer in Auschwitz, an der tausende Häftlinge hingerichtet worden waren, einen Kranz niedergelegt. Seine Frau Laura legte vor dem Krematorium eine einzelne rote Rose ab.

Bush wollte anschließend in Krakau nach einem Gespräch mit seinem polnischen Amtskollegen Aleksander Kwasniewski eine Grundsatzrede zur amerikanischen Vision der künftigen transatlantischen Partnerschaft halten.

Der US-Präsident machte vor der Reise zur 300-Jahr-Feier in St. Petersburg und zum G-8-Gipfel in Evian in Krakau Station, um der polnischen Regierung noch einmal persönlich seinen Dank für die Unterstützung im Irak-Krieg übermitteln. "Die USA haben keinen besseren Freund in Europa als Polen", hatte Bush Kwasniewski bereits früher in Washington versichert.