Chavez bei Castro Vom Glück enger Freundschaft


Nach seiner Darmoperation wurde immer wieder gerätselt, ob Kubas Staatschef Fidel Castro noch am Leben oder schon tot sei. Nun, zu seinem 80. Geburtstag, hat ihn der venezolanische Präsident Hugo Chavez am Krankenbett besucht.

Einen Krankenbesuch zum Geburtstag hat der venezolanische Präsident Hugo Chavez Fidel Castro abgestattet. "Ein unvergesslicher Nachmittag unter Brüdern", schrieb die die Zeitung der kommunistischen Partei "Granma" über die Visite. " Castro habe mit Chavez "mehr als drei Stunden lang Anekdoten, Lachen, Fotos, Geschenke, eine einfache Mahlzeit und das Glück enger Freundschaft geteilt", so "Granma" weiter.

Den Staatsbesuch nutzte das Regime, um eine Reihe von Fotos von Castro zu machen. Fotos, auf denen Chavez Castro die Hand schüttelt und zu seinem 80. Geburtstag Geschenke überreicht. Andere Bilder zeigen, wie die beiden in roten Hemden gekleideten US-Kritiker diskutieren und sich Notizen machen. Castro ist auf den Fotos stets im Bett liegend zu sehen und machte einen eher erschöpften Eindruck.

Die Zeitung machte allerdings keine genaueren Angaben zu Castros Gesundheitszustand. Der "Comandante" musste sich Ende Juli der herrschenden kommunistischen Partei zufolge nach inneren Blutungen einer Darmoperation unterziehen. Kuba machte daraufhin nur sehr spärliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand, was Spekulationen angeheizt hatte, Castro könne bereits tot sein.

Am Wochenende hatte Kubas Presse dann aber erste angeblich aktuelle Fotos von ihm veröffentlicht. Die Zeitung "Juventud Rebelde" zeigte in ihrer Internetausgabe Bilder, auf denen der Staatschef in einer rot-weiß-gestreiften Trainingsjacke mit Adidas-Emblem unter anderem beim Telefonieren zu sehen ist. Zudem fand sich in der Online-Ausgabe des Blattes eine Erklärung Castros, derzufolge es ihm deutlich besser geht. Allerdings könne die Genesung lange dauern. Auf schlechte Nachrichten müssten die Menschen immer gefasst sein, auch wenn sie gleichzeitig optimistisch bleiben sollten.

Der kubanische Staatschef war seit Ende Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten. Damals hatte er nach offiziellen Angaben die Amtsgeschäfte wegen seiner Erkrankung vorübergehend an seinen Bruder Raul übertragen.

Reuters/AP AP Reuters

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