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Erneute Anklage Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner wegen Korruption vor Gericht

Cristina Fernández de Kirchner hat nichts zu bejubeln
Cristina Fernández de Kirchner war bereits schon mal wegen Untreue im Amt angeklagt 

© David Fernandez/DPA
Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner muss sich wegen Korruption vor Gericht verantworten. Es geht um die Vergabe öffentlicher Bauten. Sie und der ehemalige Planungsminister Julio de Video sind angeklagt.

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist wegen Korruption bei der Vergabe öffentlicher Bauten angeklagt. Sie und ihr langjähriger Planungsminister Julio de Vido stehen vor Gericht. Dies ordnete der Bundesrichter Julán Ercolini an.

Er beschloss außerdem, das Vermögen Kirchners über zehn Milliarden Peso (610 Millionen Euro) einzufrieren, wie das Justizportal CIJ berichtete. Gegen die Anklage kann Berufung eingelegt werden.

Cristina Fernández de Kirchner ist bereits angeklagt

Mitangeklagt ist ein Bauunternehmer, der bereits wegen Geldwäsche in Untersuchungshaft sitzt. Ein von ihm gegründetes Unternehmen soll während Kirchners Amtszeit laut einem Gutachten überteuerte Staatsaufträge für Straßenbauten bekommen haben.

Auch der ehemalige Staatssekretär für öffentliche Bauten, José López, wurde angeklagt. López wurde im Juni von der Polizei festgenommen: Er soll versucht haben, rund neun Millionen Dollar unklaren Ursprungs in einem Kloster zu verstecken.

Gegen Kirchner (63) war bereits ein Verfahren wegen Untreue im Amt eingeleitet worden. Sie muss sich für große Staatsverluste auf dem Devisen-Zukunftsmarkt verantworten. Der Prozess hat noch nicht begonnen.

mrk DPA

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