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Deutsch-französischer Plan Euro-Gruppenchef soll Vollzeit arbeiten


Der aktuelle Chef der Euro-Gruppe ist gleichzeitig niederländischer Finanzminister. Zuviel für eine Person, finden Merkel und Hollande. Sie wollen, dass jemand die Aufgabe hauptamtlich übernimmt.

Deutschland und Frankreich sind sich darüber einig, dass die Eurozone künftig von einem hauptamtlichen Präsidenten geführt werden soll. Das sagte Frankreichs Präsident François Hollande am Donnerstag nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris. Der derzeitige Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem ist außerdem noch Finanzminister in den Niederlanden.

Man habe einen "qualitativen neuen Vorschlag" gemacht, sagte Merkel. "Wir stellen fest, der Stabilitäts- und Wachstumspakt wird immer erst dann wirksam, wenn wir bereits im Ungleichgewicht sind, wenn wir uns Defizitverfahren nähern", sagte sie. Deshalb brauche es mehr wirtschaftspolitische Koordinierung. Dazu solle es auch häufiger Treffen der Staats- und Regierungschefs geben.

EU-Budget für Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Deutschland und Frankreich wollen ihren EU-Partnern auch vorschlagen, dass die Eurozone ein eigenes Budget für den Kampf gegen Arbeitslosigkeit einrichtet. Hollande betonte, dass seine Regierung sowohl den Haushalt sanieren als auch weitere Strukturreformen anpacken wolle. Merkel ermahnte die EU-Institutionen, in der Krise schnellere Entscheidungen zu treffen.

brü/DPA/Reuters DPA Reuters

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