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Meinung

Halbzeit-Bilanz: Die Mauer im Kopf: Donald Trump – ein Präsident grenzt ab

Donald Trump hat in seiner nun zwei Jahre andauernden US-Präsidentschaft schon viele Mauern gezogen – die geplante Mauer zu Mexiko, sein zentrales Wahlkampfversprechen, ist lediglich der traurige Tiefpunkt seiner abgrenzenden Politik.

Donald Trump steht im Garten des Weißen Hauses und spricht zu Journalisten

Donald Trump mauert. Das hat er eigentlich schon immer getan – gegen Kritiker, vermeintliche "Verräter", politische Gegner, unliebsame Medien und überhaupt alles, was seinen Willen konterkariert. Wie stoisch und stur er versucht, diesen durchzusetzen, wird in diesen Tagen deutlich: Bekommt er nicht seine Grenzmauer zu Mexiko, mauert er eben selbst. Die Regierungsgeschäfte der USA liegen seit nunmehr vier Wochen teilweise lahm, weil die Demokraten kein Geld für sein Vorhaben locker machen. Es ist schon jetzt der längste "Shutdown" der US-Geschichte. Die USA, und ihr Präsident, geben derzeit schwaches Bild ab.

All das soll eine Prämisse rechtfertigen: "America first" beziehungsweise "Make America Great Again". Für großartig befinden Trumps Kurs aber längst nicht alle: Der Mauerstreit beschert dem US-Präsidenten miese Umfragewerte, etwas mehr als die Hälfte der US-Bürger geben ihm und seinen Republikanern die Schuld am "Shutdown". Vor knapp einer Woche hat Trump sein absolutes Zustimmungstief als Präsident erreicht.

Donald Trump: Ohne Mauer verprellt er seine Wähler

Das ist dem Präsidenten nicht egal, im Gegenteil. Besonders deshalb versucht er krampfhaft, die Mauer – sein zentrales Wahlversprechen – durchzusetzen. Er kann es sich nicht leisten, auch noch seine eigene Wählerschaft zu verprellen. Trump zieht damit gewissermaßen eine Mauer zwischen seinen Befürwortern und seinen Kritikern. Und macht nur Politik für jene, die noch immer auf seiner Seite stehen. Kein Wunder, dass seine Anhängerschaft nicht wächst.

Es ist nicht so, dass Trump keine Erfolge vorzuweisen hat. Er hat Vorhaben teilweise im Rekordtempo angepackt und umgesetzt – etwa die Installation von konservativen Richtern oder den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Damit hat er vor allem sein Lager glücklich gemacht. Doch als Präsident aller Amerikaner muss er auch auf jene zugehen, die nicht zu seinem Lager zählen.

Neuer Kompromiss ist vergiftet

Wie viel Bereitschaft er zu einem Kompromiss aufbringen kann, zeigt der Dealmaker mit einem dubiosen Vorschlag im aktuellen Mauerstreit: Er würde – im Gegenzug für die Mauer-Millionen – rund 700.000 junge Migranten, die als Kinder mit ihren Eltern illegal in die USA einreisten, drei Jahre lang vor der Abschiebung schützen. Was für eine scheinheilige Wohltat: Trump hat im September 2017 das Ende des sogenannten Daca-Programms zum Schutz der sogenannten "Dreamer" verkündet, die oft gar keine Verbindungen mehr zu ihrem Herkunftsland haben. Der Fall ist aktuell vor dem Obersten US-Gericht anhängig, das Daca-Dekret weiter in Kraft. Doch die Botschaft bleibt: Trump will diese Menschen nicht. Trump will sie nicht wirklich und dauerhaft schützen, sondern eigentlich loswerden. Ein vergifteter Kompromiss.

Und Trump will seine Mauer, er hat sie seinen Wählern schon im Wahlkampf versprochen. Nun ist er seit zwei Jahren US-Präsident. Und er hat nach wie vor die Mauer im Kopf. Leider buchstäblich.

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Jugendliche Trump-Anhänger stören eine Kundgebung von amerikanischen Ureinwohnern 
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.