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Neue Biografie "Die Akte Trump" Als Donald Trump einmal Carla Bruni als seine Gespielin anpries

Donald Trump mit Models
Donald Trump und Frauen - ein scheinbar endloses Kapitel. Hier bei einer Miss-Universe-Veranstaltung 2011
© Picture Alliance
Meistens bekam Donald Trump, was er wollte. Auch Frauen. Nur bei Carla Bruni biss er sich die Zähne aus, wie ein neues Enthüllungsbuch verrät und damit den Möchtegern-Playboy entzaubert, der US-Präsident werden will.

Es ist bekannt, dass sich Donald Trump, 70, für unwiderstehlich hält. Als er noch ein paar Jahre jünger war, das Haar etwas voller, der untrainierte Bauch noch nicht ganz so dick, dafür die Taschen voller Dollars, da dachte sich Trump: Ach, eine Affäre mit Carla Bruni würde jetzt passen. Ein bisschen PR, ein paar Schlagzeilen in der Klatschpresse. Trump, der heißeste Playboy in ganz Manhattan. Trump, der Mann vor dessen Schlafzimmertür die schönsten Frauen der Welt Schlange stehen.

Als John Miller streute Donald Trump persönlich Gerüchte

Trump griff zum Telefonhörer und rief bei der Zeitschrift "People" an. Er meldete sich unter falschen Namen, als John Miller, er sei der neue Public-Relation-Beauftragte von Donald Trump. Der Chef habe gerade keine Zeit, erzählte Miller, weil er dauernd von wichtigen, schönen Frauen belagert werde. Zum Beispiel von Popstar Madonna, der Schauspielerin Kim Basinger und neuerdings von einem Model mit Namen Carla Bruni.

Miller alias Trump erzählte der "People"-Journalistin folgende Story: "Bruni habe eine Affäre mit dem Gitarristen Eric Clapton gehabt, bevor sie eine heiße Sache mit Mick Jagger laufen gehabt habe. Dann verließ sie Mick Jagger wegen Donald. Das ist der jetzige Stand der Dinge. Aber derzeit will er nichts Festes mit Carla, nur damit Sie verstehen."

Von diesem Anruf gibt es ein Tonbandmittschnitt. An der Echtheit gibt es keine Zweifel.

Trump hatte Carla Bruni und deren Schwester tatsächlich für ein paar Tage ins Plaza Hotel am Central Park in New York eingeladen, Bruni hatte das Gratiszimmer angenommen, mehr sei aber nie gewesen, versicherte sie später. Sie habe nie ein Interesse an dem Mann verspürt, von dem sie schon damals als "Protzkönig" sprach.

Die "People"-Journalistin spielte den Mitschnitt ihres Telefongesprächs mit John Miller alias Donald Trump der damaligen Geliebten und späteren zweiten Ehefrau Trumps vor. Ihr Name: Marla Maples, ebenfalls eine Schauspielerin und bekannt für ihre direkte Art.

Maples war entsetzt als sie Donalds Stimme erkannte. Sie fühlte sich "zutiefst betrogen". Aber sie sagte auch: "Ich glaube, er erfindet die Story nur, um sich als großer Playboy aufzuspielen." Vermutlich war es genau so. Und Bruni sagte später: "Trump ist offensichtlich geistesgestört."

Donald Trump und Gattin Marla Maples
Marla Maples war Donald Trumps zweite Ehefrau. Ihre Ehe hielt drei Jahre, in diese Zeit fiel auch Trumps angebliches Verhältnis zu Carla Bruni. 
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2008 heiratete sie den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Donald Trump, der nichts so sehr fürchtet, als ein Image als Loser, verhöhnte Carla Bruni daraufhin in einer Radioshow. Sie sei gar kein so heißer Feger. Trump im O-Ton: "Es gibt bessere - es gibt viele, die weit besser sind." Der Moderator wollte wissen, warum Donald Trump aufgehört habe, "Carla Bruni zu bumsen?" Trump antwortete: "Nun man lässt jemand sein, wenn man jemand Besseres kennenlernt." Dann mokierte er sich noch über Brunis zu flache Brüste. Er stufte ihre Körbchengröße "in der Gegend von A ein - minus A".

Unschmeichelhafte, neue Donald-Trump-Biografie

Der US-Investigativjournalist und Pulitzerpreisträger David Cay Johnston  enthüllt diese und viele andere Trump-Geschichten in seinem neuen Buch "Die Akte Trump". Es erscheint am 1. September auch in Deutschland. Johnston zeichnet darin akribisch nach, mit welcher Skrupellosigkeit Trump agiert. Selbst Beziehungen zur Mafia kann Buchautor Johnston nachweisen.

Dem stern sagte Johnston: "Auch einige frühere US-Präsidenten hatten fragwürdige Freunde und Geschäftskontakte, aber keiner hatte bisher Kontakte zum Mob und zu Drogenhändlern."

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