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US-Abschreckungspolitik: Trump-Regierung will Kinder illegaler Einwanderer von Eltern trennen

Er sei bereit nahezu alles zu tun, um Lateinamerikaner davon abzuhalten in die USA zu kommen, sagt Heimatschutzminister John Kelly. Und tatsächlich greift die Trump-Regierung zu einem drastischen Mittel: Kinder illegaler Einwanderer sollen zunächst von ihren Eltern getrennt werden.

Proteste seiner in den USA geborene Töchter gegen Ausweisung eines Mexikaners durch die Regierung von Donald Trump

In den USA geborene Töchter eines Mexikaners ohne Aufenthaltsgenehmigung protestieren in Los Angeles gegen die Ausweisung ihres Vaters. Künftig will die Regierung von Donald Trump Eltern und Kinder schon bei der Einreise voneinander trennen.

US-Heimatschutzminister John Kelly will zur Abschreckung illegaler Einwanderer zu einem besonders drastischen Mittel greifen: Um Migranten künftig von nicht legalen Einreisen in die USA abzuhalten, will Kelly Einwanderer-Eltern von ihren Kindern trennen. "Wir haben viel Erfahrung darin, uns um unbegleitete Minderjährige zu kümmern", sagte Kelly dem Nachrichtensender CNN. Er verwies dabei auf besondere Betreuungseinrichtungen und Pflegefamilien.

Er tue fast alles dafür, um die Menschen aus Mittelamerika davon abzubringen, ihr Schicksal in die Hände der "sehr gefährlichen" Schlepperbanden zu legen, die sie über Mexiko in die USA bringen würden, sagte Kelly. Mexiko unterstütze die USA im Kampf gegen die Schleuser-Netzwerke. Um den Schlepper-Banden die Kundschaft zu entziehen, beabsichtige er nun, Einwanderer-Kinder und ihre Eltern voneinander zu trennen. Die Kinder würden "gut behandelt, während wir uns um ihre Eltern kümmern", sagte Kelly.


Kelly muss Richtlinien von Donald Trump umsetzen

Kelly ist mit der Umsetzung neuer US-Einwanderungsrichtlinien betraut und soll den von US-Präsident Donald Trump per Dekret angeordneten Bau einer Mauer entlang der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko überwachen. Mit der Mauer will Trump die illegale Einwanderung bekämpfen. Die Kosten für die Mauer soll Mexiko tragen. Die mexikanischen Regierung lehnt das ab. Die Beziehungen beider Länder haben sich seit Trumps Amtsantritt deutlich verschlechtert.


dho / AFP