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Russlandkontakte: Ex-NSA-Agent glaubt, dass es genug Hinweise gibt, um Trumps Amtszeit zu beenden

John Schindler ist bekannt für markige Worte. Auch seine neuesten Ausführungen auf Twitter haben es in sich: Angeblich sollen die Geheimdienste genügend Material haben, die eine Absprache zwischen Russland und Donald Trumps Wahlkampfteam belegen.

Donald Trump unter Druck

Der Druck auf Donald Trump wegen ungeklärter Verbindungen nach Russland nimmt nicht ab

Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA ist überzeugt, dass genügend belastendes Material gegen Donald Trump und sein Team vorliege, um die Amtszeit des US-Präsidenten "zu beenden und einige Leute hinter Gitter zu bringen". Das behauptet der Ex-NSA-Agent und jetzige Spionage-Experte John Schindler auf Twitter. Laut seinen Informationen würden den US-Geheimdiensten "beträchtliche Hinweise" vorliegen, nach denen hochrangige russische Regierungsmitglieder Absprachen mit Trumps Wahlkampfteam getroffen hätten. Die US-Agenten seien über abgefangene Telefongespräche und elektronische Kommunikation an die Erkenntnisse gelangt, zitiert der britische "Independent" den früheren NSA-Mann.


"So ein Haufen von Gesprächen sind eine große Sache"

Jedes einzelne der mitgehörten Gespräche sei für sich genommen nicht unbedingt aussagekräftig, so Schindler, aber in der Masse würden sie nahelegen, dass es Absprachen zwischen Russland und dem Trump-Team gegeben habe. Wörtlich schreibt Schindler auf Twitter: "Eine abgefangene Konversation zwischen zwei Verantwortlichen aus dem Kreml, die über Absprachen mit Trump reden, ist keine große Sache. Ein Haufen davon = eine ziemlich große Sache".


Was an den Informationen von John Schindler dran ist, ist unklar. Der Ex-NSA-Mann äußerte sich schon häufiger drastisch. So hatte er im Frühjahr 2015 einen Nato-Offizier mit den Worten zitiert: "Wir werden uns wahrscheinlich in diesem Sommer im Krieg befinden. Wenn wir Glück haben, wird es kein nuklearer sein." Mutmaßlich war Russland als Gegner gemeint. Schindler lehrte eine zeitlang als Professor am Naval War College in Rhode Island, er gilt als Kritiker des Whistleblowers Edward Snowden und ist Kolumnist beim "New York Observer", der ironischerweise Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gehört.

"Russland-Connection" belastet Donald Trump

Dass den US-Behörden, unter anderem FBI und CIA, Geheimdienstinformationen über Verbindungen zwischen Russland und (ehemaligen) Mitarbeitern aus Trumps Wahlkampfteam vorliegt, ist schon länger bekannt. Klar ist mittlerweile auch, dass einige Präsidentenvertraute Kontakt mit dem russischen Botschafter Sergej Kisliak hatten. Darunter Trumps Berater (und Schwiegersohn) Jared Kushner, Justizminister Jeff Sessions und der nationale Sicherheitsberater Michael Flynn, der deswegen nach nur wenigen Wochen aus dem Amt scheiden musste.


Die ungeklärten Verbindungen und Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam des jetzigen US-Präsidenten nach Moskau belastet die neue Regierung in Washington stark. Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass die Server der Demokratischen Partei von Russland aus gehackt worden sei, der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses untersucht, ob die US-Präsidentenwahl möglicherweise von außen manipuliert worden war.