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Faktencheck der "Washington Post": Donald Trumps Lügenkurve steigt in atemberaubendem Tempo an

Seit Donald Trump US-Präsident wurde, überprüft die "Washington Post" per Fact Checker den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen. Nach der Hälfte von Trumps Amtszeit hat das Blatt eine Zwischenbilanz gezogen - mit erschreckendem Ergebnis. 

Sarah Sanders hält eine Pressekonferenz im Weißen Haus

Donald Trump lügt. Das ist leider keine Neuigkeit und deshalb eigentlich auch keine Nachricht wert. Überraschend - wenn nicht gar schockierend - ist aber, wie rasant die Anzahl an Falschaussagen des US-Präsidenten im Laufe seiner Amtszeit angestiegen ist. Zwei Jahre nach Ablegung des Amtseides hat Trump, Stand 20. Januar, 8.158 falsche oder irreführende Behauptungen auf seinem präsidentiellen Lügenkonto angesammelt, wie die "Washington Post" berichtet, die im Internet einen Fakten-Checker betreibt. Das beeinhalte erstaunliche mehr als 6000 derartige Aussagen allein im zweiten Jahr seiner Regierungszeit.

In seinem ersten Jahr im Weißen Haus hat Trump demnach durchschnittlich 5,9 Mal am Tag versucht, die US-Bürger zu täuschen. In seinem zweiten Jahr habe sich die Zahl fast verdreifacht auf durchschnittlich 16,5 Falschaussagen pro Tag.

"Glauben Sie nicht den Mist von den Fake News"

Trump werde immer mutiger und williger, Fakten zu verbiegen oder völlig falsch darzustellen, damit sie in seine gewünschte Weltanschauung passen, kommentiert der US-Sender CNN die Ergebnisse der "Washington Post". Während sich die objektiven Fakten weiter gegen ihn wendeten, ziehe sich der Präsident mehr und mehr in seine eigene Welt zurück und fordere seine Anhänger auf, alles zu ignorieren, außer dem, was er sagt.

US-Präsident Donald Trump

"Was Sie sehen und was Sie lesen, ist nicht das, was geschieht", behauptet US-Präsident Donald Trump

AFP

"Halten Sie sich an uns. Glauben Sie nicht den Mist, den Sie von diesen Leuten sehen, den Fake News," ermahnte Trump demnach im vergangenen Sommer bei einer Rede in Kansas City eine Gruppe von Veteranen. "Was Sie sehen und was Sie lesen, ist nicht das, was geschieht."

Seine Falschaussagen wiederholt Trump häufig Dutzende Male - meist via Twitter -  "bis er die Leute davon überzeugt hat, dass er Recht hat", wie CNN schreibt.

So hat der Republikaner dem Fact Checker zufolge 192 Mal behauptet, dass die Untersuchungen in der Russland-Affäre durch Sonderermittler Robert Mueller ein von den oppositionellen Demokraten kreierter Schwindel seien - obwohl Mueller von Trumps eigenem Justizministerium als Sonderermittler eingesetzt wurde.

Trump hat laut "Washington Post" außerdem 127 Mal die falsche Aussage wiederholt, die im Jahr 2017 von den Republikanern verabschiedete Steuersenkung sei die größte in der US-Geschichte. Und 126 Mal erklärte Trump fälschlicher Weise, die Vereinigten Staaten würden aufgrund von Handelsdefiziten Geld verlieren.

Einwanderung ist Donald Trumps Lügen-Favorit

Die mit Abstand meisten Lügen und irreführenden Behauptungen verbreitet der US-Präsident laut "Washington Post" beim Thema Einwanderung (1433). Auf Platz zwei liegen demnach Falschaussagen über die Außenpolitik (900), gefolgt von den Bereichen Wirtschaft (790) und Arbeitsplätze (755). 899 Lügen gehörten zur Kategorie Verschiedenes, darunter Attacken gegen die Medien oder Leute, die Trump als Feinde ansieht.

In den zwei Jahren, in denen die Zeitung jetzt bereits Trumps öffentliche Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft, habe es lediglich 82 Tage gegeben, an denen sie keine Falschbehauptungen festgestellt habe, berichtet die "Washington Post". Häufig seien das Tage gewesen, an denen Trump Golf gespielt habe.

Quellen: "Washington Post", CNN

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.