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Geplante Steuerreform Wie Trump seinen Kindern ein 500-Millionen-Geschenk bereitet

Eine schrecklich nette Familie: Donald Trump mit seinen Kindern, Enkelkindern und Ehefrau
Eine schrecklich nette Familie: Donald Trump mit seinen Kindern, Enkelkindern und Ehefrau 
© Picture Alliance/Sipa USA
Die größte Steuerreform der US-Geschichte mit massiven Senkungen erwarte die Amerikaner, verkündete die US-Regierung. Mit seinen Plänen erweist Donald Trump aber auch seiner eigenen Familie einen millionenschweren Gefallen. 

"Keine Familie wird die 'Todessteuer' bezahlen müssen", versprach Donald Trump lautstark im vergangenen August, während er noch um das Amt des Präsidenten kämpfte. Ein für alle Mal wolle er die Amerikaner von der Erbschaftssteuer befreien. Nach fast 100 Tagen im Amt schreitet er nun zur Tat und stellte die Kernpunkte seiner Steuerreform vor. Mit auf der Liste: die Abschaffung der verhassten Abgabe.

Noch sind die Pläne nichts weiter als eine Absichtserklärung. Sollte der Kongress aber den Reformen zustimmen, wird natürlich auch Trumps eigene Familie keine "Todessteuer" mehr entrichten müssen - ein Geldsegen für Ivanca, Barron und die anderen Sprösslinge des US-Präsidenten.

Geplante Steuerreform: Wie Trump seinen Kindern ein 500-Millionen-Geschenk bereitet

Erbschaftssteuer zahlen nur ganz wenige Amerikaner

Nach der bestehenden Regelung müssten Trumps Erben nach seinem Tod nämlich bis zu 40 Prozent ihres Vermögens an den Staat abgeben. Das Gesetz sieht zwar vor, dass Erbschaften bis zu 5,45 Millionen Dollar (10,9 Millionen bei verheirateten Paaren) nicht versteuert werden müssen, doch Trump dürfte diesen Rahmen locker sprengen. Die konservativsten Kalkulationen schätzen sein Vermögen auf drei Milliarden Dollar. Er selbst spricht von zehn Milliarden. Über 500 Firmen nennt der US-Präsident sein eigen. 91 Prozent der Unternehmen gehören dem Mogul zu 100 Prozent: Luxushotels, Immobilien, Golfplätze - verteilt über den gesamten Globus.

All das wird der 70-Jährige eines Tages an seiner Kinder vererben - dank seiner Reform dann eventuell an dem Fiskus vorbei. Natürlich muss man davon ausgehen, dass die Trumps auch nach dem bestehenden Gesetz nicht den vollen 40-prozentigen Steuersatz entrichten müssten. Es gibt noch zahlreiche Vergünstigungen. So lag im Jahr 2013 der effektive Steuersatz bei nur 16,6 Prozent.

Donald Trumps Familie würde mindestens 500 Millionen Dollar mehr erben

Doch auch bei diesem geringen Satz und selbst wenn Trump nur drei Milliarden besitzt, würden dem Staat fast 500 Millionen Dollar flöten gehen  - vorausgesetzt die Erbschaftssteuer wird tatsächlich abgeschafft.

Seiner eigenen Familie würde Trump mit seiner Reform also einen millionenschweren Gefallen tun. Und einigen anderen reichen Clans auch. 99 Prozent der Amerikaner allerdings werden niemals Gefahr laufen, die Abgabe bezahlen zu müssen. 2015 waren beispielsweise nur 4918 Personen davon betroffen. Zusammen bezahlten sie 17,1 Milliarden Dollar an den Staat. 

Donald Trumps fünf Kinder

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