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Vorsicht, Fettnapf! Erste Auslandsreise: So bereitet sich Trump auf sein Debüt auf der Weltbühne vor

Donald Trump verlässt die Air Force One
Premiere für den Präsidenten: Donald Trumps erste Auslandsreise steht an. Statt in Washington, D.C. oder Florida zu verweilen, wird der US-Präsident neun Tage lang in der Welt unterwegs sein. Die erste Station ist Saudi-Arabien. Trump will mit dem saudischen König Salman über den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und den Einfluss des Iran sprechen. Im Anschluss fliegt er nach Israel. Programmpunkte sind ein Treffen mit Ministerpräsident Netanjahu und dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Dann bricht Trump nach Europa auf. Eine Audienz bei Papst Franziskus will der Präsident nutzen, um über Religionsfreiheit und Menschenrechte zu diskutieren. Anschließend steht der Nato-Gipfel in Brüssel auf dem Programm. Den Abschluss der Reise bildet schließlich das Treffen der G7 auf Sizilien. Dann geht es endlich wieder zurück nach Washington, D.C. – zurück ins Weiße Haus. Oder eben nach Palm Beach.
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Saudi-Arabien, Israel, Vatikan, Sizilien: Am Freitag beginnt für Doanld Trump seine erste Auslandsreise als US-Präsident. Für den Meister der Fettnäpfchen ein gefährliches Unterfangen. 

Nach vier Monaten im Amt steht Donald Trumps erste Auslandsreise an. In Saudi-Arabien will er mit dem saudischen König Salman über den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und den Einfluss des Iran sprechen. In Israel plant er Treffen mit Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Anschließend bricht er nach Europa auf und stattet zunächst dem Papst einen Besuch ab, mit dem er über Religionsfreiheit und Menschenrechte diskutieren möchte. Am 25. Mai steht der Nato-Gipfel in Brüssel an und am 26. und 27. das Treffen der G7 auf Sizilien.

Neun Tage lang wird Trump sich durch ein diplomatisches Minengebiet navigieren müssen. "Er wird im Rampenlicht stehen und unter das Mikroskop genommen werden", beschrieb Richard N. Haass, Präsident des privaten amerikanischen Think Tanks "Council on Foreign Relations", die Situation. "Wenn die Reise normal verläuft, so ist das schon ein Erfolg", zitiert ihn die "Washington Post".

Für einen Mann, der kein Fettnäpfchen auszulassen scheint, ist eine solche Reise eine große Herausforderung. Ein verbaler Ausfall, eine Verletzung des Protokolls oder auch die falsche Körpersprache können sie zu einem Reinfall machen. Das scheint auch Trump selbst bewusst zu sein. Seine Berater ließen verlauten, dass er die Vorbereitungen sehr ernst nimmt. 

Polit-Größen bringen Donald Trump die Regeln bei

In den vergangenen Tagen soll Trump mehrere Briefings von Experten erhalten haben, berichtet die "Washington Post". Und zwar so, wie er es gern hat: Mit Videopräsentationen, vielen Grafiken, Bildern und Charts. Koordiniert wird der Schulungsprozess von Trumps Schwiegersohn Jared Kuschner, dem nationalen Sicherheitsberater H. R. McMaster und der stellvertretenden nationalen Sicherheitsberaterin Dina Powell. 

Sie organisierten Gespräche mit Außenmister Rex Tillerson, Verteidigungsminister Jim Mattis, Staatssekretär Steven Mnuchin, Handelssekretär Wilbur Ross und vielen anderen hochrangigen Politikern, die Trump die Regeln der politischen Weltbühne beibringen sollten. Unter ihnen auch der ehemalige nationale Sicherheitsberater Henry Kissinger. 

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Twitter als Risiko

Trumps Berater sollen vor allem daran arbeiten, ein Kontrastprogramm zu Barack Obama auf die Beine zu stellen. Dieser habe bei seinen Reden in Übersee oft über Menschenrechte und Demokratie gepredigt. Trump plane aber keine "Vorträge" oder "Züchtigungen", zitiert die "Washington Post" Regierungsbeamte.

Eine besondere Herausforderung scheint Trumps Rhetorik zu sein. "Das 'America-First'-Thema ist vielleicht nicht das, was man ins Ausland mitnehmen solle", sagte Richard Burt, Top-Diplomat unter Ronald Reagan und Mitglied der George H.W. Bush-Regierung. Das müsse man irgendwie ändern und Verbündeten und Freunden zeigen, dass sie für die US-Politik wichtig sind.

Doch eines bereitet den Trump-Beratern noch mehr Sorgen: Twitter. "Das könnte die erste Auslandsreise eines Präsidenten werden, während der er twittert", sagte Lanhee Chenvon von der Stanford Universität. "Es gibt bestimmte Regeln und Konventionen, die auf fremdem Boden einzuhalten sind. Doch wird sich der Präsident daran halten?"

ivi

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