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US-Leitindex "Heilige Zahl": Trump feiert Dow-Jones-Rekord in bizarrem Kurzauftritt vor Journalisten

Donald Trump feiert den Dow Jones am Rednerpult
Die neue Rekordmarke des Aktienindex Dow Jones lässt Donald Trump vor die Presse treten
© Mandel Ngan / AFP
Donald Trump tritt seit seiner Wahlniederlage kaum noch öffentlich auf. Die neue Rekordmarke des US-Leitindex Dow Jones aber ließ ihn vor die Presse treten - für eine Minute. Die Rekordzahlen an Corona-Toten waren ihm diese Mühe zuletzt nicht wert.

Die neue Rekordmarke des US-Leitindex Dow Jones hat US-Präsident Donald Trump noch einmal zu einem bizarren Kurzauftritt vor der Presse veranlasst. Der abgewählte Amtsinhaber trat am Dienstag im Weißen Haus mit nur wenigen Minuten Vorankündigung vor die Kameras und bezeichnete die 30.000 Punkte des Dow Jones als "heilige Zahl".

"Niemand hat gedacht, dass er das jemals sehen würde", sagte Trump bei seinem nur etwa einminütigen Auftritt an der Seite seines Stellvertreters Mike Pence im Pressesaal des Weißen Hauses. Trump machte deutlich, dass er den Rekord des Index für einen Verdienst seiner Regierung halte. Es sei bereits der 48. Rekord in seiner Amtszeit, betonte er. "Ich will allen Leuten in der Regierung danken, die so hart gearbeitet haben."

Donald Trump verbucht Börsenrekorde oft für sich

Dabei hatten Hoffnungen auf einen Corona-Impfstoff und eine geregelte Übergabe der Regierungsgeschäfte im Weißen Haus an der New Yorker Wall Street zu dem historischen Kursanstieg geführt. Die Corona-Pandemie hat Trump während seiner Amtszeit weitgehend heruntergespielt, was dazu geführt hat, dass die USA das am schwersten betroffene Land der Welt sind. Und die Übergabe der Amtsgeschäfte hatte der 74-Jährige bis zum Montag strikt verweigert. Auch drei Wochen nach der Wahl hat er den Sieg seines Herausforderers Joe Biden nicht anerkannt.

Trump hat gute Entwicklungen an den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren immer wieder auf seine Politik zurückgeführt. Am Dienstag sprach er auch von den "absolut unglaublichen" Entwicklungen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Fragen von Journalisten ließ Trump erneut nicht zu.

Der amtierende Präsident äußerte sich kurz vor der traditionellen Begnadigung zweier Truthähne zum Thanksgiving-Fest. Im Garten des Weißen Hauses sprach er am Dienstag dem Truthahn "Corn" (Mais) die offizielle Begnadigung aus. Zusammen mit "Cob" (Kolben) wird "Corn" künftig an der Universität von Iowa leben. 

dho AFP DPA

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