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Ungewöhnlicher Gast: Trump tuschelt mit Klatsch-Journalist im Weißen Haus

Ob China, Türkei oder Spanien - 15 der 30 führenden Industrienationen warten bis heute auf ein persönliches Gespräch mit Donald Trump. Nicht so der Gründer der Klatschseite TMZ. Ihm widmete der Präsident eine ganze Stunde hinter verschlossenen Türen.

TMZ-Gründer Harvey Levin wurde von Donald Trump im Weißen Haus empfangen

TMZ-Gründer Harvey Levin wurde von Donald Trump im Weißen Haus empfangen

Donald Trump und die Medien - das ist eine lange Geschichte voller Hass und Liebe. Während die "New York Times", CNN und die "Washington Post" zur erklärten Erzfeinden des neuen US-Präsidenten gehören, scheinen Fox News und "Breitbart News" Trumps wichtigste Informationsquellen zu sein. Auch die Klatschseite TMZ gehört für den Skandal-Politiker offenbar nicht zu der "Fake-News-Fraktion". Anders ist das Auftauchen von Harvey Levin im Weißen Haus zumindest nicht zu erklären.

Eine ganze Stunde tuschelte der Gründer von TMZ mit Trump am vergangenen Mittwoch im Weißen Haus, wie die "New York Times" nun berichtet. In dem offiziellen Kalender des Präsidenten tauchte der Termin aber nicht auf. Was der "Anführer der freien Welt" und der König der amerikanischen Boulevardpresse hinter den verschlossenen Türen des Oval Office zu beredet hatten, ist ungewiss. Möglicherweise schmiedeten sie Pläne für ein neues Projekt.

Donald Trump soll Tom Brady für ein Interview gewinnen

Bereits im vergangenen Herbst führte Levin mit Trump für ein Special von Fox News ein Gespräch. "Objectified: Donald Trump" hieß die Sendung. "Die Show war ein riesiger Erfolg. Die beiden haben nun über zukünftige Möglichkeiten diskutiert", erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses in einer Email an die "New York Times".  

Nach Angaben von zwei Quellen aus dem Umfeld von Levin hieß es, der TMZ-Gründer wolle den Präsidenten für ein weiteres Interview für eine Fortführung der Sendungsreihe "Objectified" gewinnen. Die Show soll laut der "New York Times" im September ausgestrahlt werden. Prominente sollen darin von den liebsten Objekten in ihrem Leben berichten. 

Den Quellen zufolge will Levin nicht nur Trump interviewen. Der Präsident soll auch den Football-Superstar Tom Brady zur Teilnahme an der Show überreden. Der Quarterback der New England Patriots ist als langjähriger Freund Trumps bekannt.

Neben dem Geschäft soll übrigens auch das Vergnügen bei dem Treffen nicht zu kurz gekommen sein: Der Präsident soll Levin höchst persönlich durch das Weiße Haus geführt haben. 

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ivi