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Wahlkampfveranstaltung: "Obama den Arsch geküsst": Trump wütet wüst gegen Joe Biden und die Demokraten

In der Ukraine-Affäre verschärft Donald Trump noch einmal den Ton. Bei einer Wahlkampfveranstaltung beschimpfte er unter anderem Joe Biden und Nancy Pelosi als "wirklich dumm", "boshaft" und "teuflisch".

Video: Trump: "Biden wusste, wie er Obama in den Arsch kriechen musste."

Donald Trump hat am Donnerstagabend seine erste Wahlkampfveranstaltung abgehalten, seitdem die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn vorantreiben. Und der unter Druck geratene US-Präsident nutzte diese Gelegenheit für wüste Angriffe auf die gegnerische Partei, die Verbreitung von Verschwörungstheorien und mehrere offene Beleidigungen. 

Den Sohn von Joe Biden, Hunter, nannte er einen "Verlierer", der "von nichts viel versteht". Auch dessen Vater sei "nie als klug" angesehen worden. "Er war nur ein guter Vizepräsident, weil er es verstand, den Arsch von Barack Obama zu küssen", sagte Trump vor einer jubelnden Masse in roten Hemden und Kappen. Wenn die Sprache auf Hunter Biden kam, riefen seine Anhänger immer wieder "Lock him up", als "sperrt ihn ein".

Ähnliche Rufe hatte es auch im Wahlkampf 2016 gegeben, als Trump seinen Anhängern stets versprach, Hillary Clinton nach einem Wahlsieg ins Gefängnis zu bringen, wofür genau erläuterte er nie wirklich. Meist ging es um angebliche Verbrechen im Zuge ihrer geleakten E-Mails. Bei Hunter Biden geht es nun um unbelegte Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Ukraine und China. Weil er seinen ukrainischen Amtskollegen zu Ermittlungen in der Sache anregte, werfen ihm die Demokraten Amtsmissbrauch vor. Laut der Opposition soll er dafür Militärhilfe als Druckmittel zurückgehalten haben. Trump weist die Vorwürfe als "Hexenjagd" zurück und nennt sein Telefonat mit Wolodymyr Selenskyj "perfekt".

Donald Trump spricht vor der Unterzeichnung eines Handelsabkommens mit Japan im Roosevelt Room im Weißen Haus.

Donald Trump: "Kranke und gestörte Leute"

Beim Wahlkampfautritt im US-Bundesstaat Minnesota am Donnerstagabend polterte Trump gegen die Demokraten, nannte sie unter anderem "verrückt", "boshaft" und "teuflisch". "Wir haben es mit einigen wirklichen kranken und gestörten Leuten zu tun", sagte Trump. Über die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte Trump, sie sei entweder "wirklich dumm", "nicht mehr ganz richtig" oder unehrlich. Vor seinen jolenden Anhängern wiederholte er im Netz kursierende Verschwörungstheorien über die muslimische Kongressabgeordnete Ilhan Omar, in dessen Wahlbezirk er sich befand.

In der Ukraine-Affäre nahm die US-Justiz am Donnerstag zwei zwei aus der Ukraine und Weißrussland stammende Männer fest. Beide sind wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Wahlkampffinanzierungsrecht angeklagt. Dabei geht es um mutmaßliche Geldflüsse aus Russland an US-Wahlkampagnen. Ein Teil dieser Gelder floss laut Berichten offenbar auch in die Kampagne für Trumps Wiederwahl.

Quellen: NBC News / "Washington Examiner" / DPA

fin