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Paula White "Nein zu Trump, ist wie ein Nein zu Gott": Wer ist die Frau, die als spirituelle Beraterin ins Weiße Haus zieht?

Seit Jahren als spirituelle Mentorin an seiner Seite und nun offiziell angestellt: Die Fernsehpredigerin Paula White ist Donald Trumps neueste Beraterin im Weißen Haus.


Die 53-jährige Evangelistin soll den US-Präsidenten im Getöse rund um das von den Demokraten eingeleitete Amtsenthebungsverfahren zur Wiederwahl verhelfen.


Sie soll sich im Rahmen der "Faith and Opportunity Initiative" um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern – eine der Trump-Regierung gegründeten Initiative, die sich in Washington für die Interessen der Kirchen und religiösen Verbände einsetzt.


White ist jedoch längst kein neues Gesicht im Weißen Haus: Seit 2002 ist die Unternehmerin und Motivationstrainerin Trumps persönliche Pastorin. Sie soll den US-Präsidenten regelmäßig besuchen –  manchmal sogar mehrmals die Woche.


Paula White ist Vertreterin des sogenannten Wohlstandsevangeliums: Eine umstrittene theologische Auffassung, die davon ausgeht, dass Geldvermögen und geschäftlicher wie persönlicher Erfolg und Gesundheit ein sichtbarer Beweis für Gottes Gunst seien.


Den US-Präsidenten hält White für ein Paradebeispiel dieser Theorie.


Die beiden haben ähnliche Werdegänge, denn Paula White ist genau wie Donald Trump ein bekanntes TV-Gesicht in den USA.


Die Millionärin ist als Fernsehpredigerin bekannt geworden, dreimal verheiratet und wohnt in einer Villa in Florida.


2001 sieht Trump die Pastorin im Fernsehen und nimmt Kontakt auf – seitdem agiert sie als seine spirituelle Beraterin.


Bei jedem von Trumps großen Ereignissen soll sie für ihn beten: Vorm Finale seiner Reality-TV-Sendung, vor seiner Ernennung als republikanischer Präsidentschaftskandidat oder vor seiner Amtseinführung.


Dank White gelingt es Trump im Wahlkampf 2016, die bedeutende Wählerschaft der Evangelisten für sich zu gewinnen.


Laut einer aktuellen Umfrage der „Public Religion Research Institute“ sind 76 Prozent der weißen Evangelisten mit seiner Präsidentschaft zufrieden.


Dies könnte auch daran liegen, dass Trump erzkonservative Richter ernennt, die in dieser Wählergruppe bekanntlich sehr gut ankommen.


Im Interview mit der "New York Post" verrät White, dass Trump nicht denke, dass er ein perfekter Mensch sei und das Amtsenthebungsverfahren ihn fertig mache.


Laut White stehen seine Chancen beim nächsten Wahlkampf gut:


"Ich habe unsere Stammwähler noch nie so begeistert gesehen wie jetzt."


Es wird sich zeigen, inwiefern die TV-Predigerin Trump im Drama um das Amtsenthebungsverfahren unterstützen kann.
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Fernsehpredigerin Paula White zieht offiziell ins Weiße Haus. Seit 2002 ist die Millionärin Donald Trumps persönliche Beraterin. Dabei vertritt die Pastorin ein mitunter umstrittenes und ketzerisches Evangelium.

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