Fall Litwinenko Giftspuren bei Bar-Mitarbeitern


Das radioaktive Polonium, mit dem der Ex-Spion Alexander Litwinenko vergiftet wurde, wurde nun auch bei sieben Mitarbeitern einer Londoner Hotelbar nachgewiesen. Litwinenko wurde unterdessen in London beigesetzt.

Nach dem Gifttot des russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko sind auch bei sieben Mitarbeitern einer Bar in einem Londoner Hotel Rückstände von Polonium 210 gefunden worden. Vorläufigen Untersuchungen zufolge seien sie geringen Mengen des hochgiftigen radioaktiven Stoffs ausgesetzt gewesen, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Litwinenko war vor seiner mysteriösen Vergiftung Gast in der Hotelbar. Kurzfristig bestünden für das Barpersonal keine Gesundheitsgefahren, auch langfristig sei das Risiko ersten Tests zufolge sehr gering.

Ermittlungen wegen Mordes

Nach dem Tod Litwinenkos waren an mehreren Orten in London sowie in Flugzeugen Spuren des radioaktiven Gifts gefunden worden. Auch mehrere Kontaktpersonen Litwinenkos wurden positiv auf radioaktive Substanzen getestet. Litwinenko war am 23. November in einer Londoner Klinik an den Folgen einer Polonium-Vergiftung gestorben. Er wurde am Donnerstag in der britischen Hauptstadt beigesetzt. Der Russe mit britischer Staatsbürgerschaft hatte vom Sterbebett aus dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, seine Ermordung befohlen zu haben. Die russische Regierung hat eine Verwicklung in den Tod Litwinenkos zurückgewiesen. Britische und russische Behörden ermitteln mittlerweile wegen Mordes.

Reuters Reuters

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