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Tragödie auf hoher See: Dutzende Leichen in Flüchtlingsboot auf Mittelmeer entdeckt

Erneut eine Tragödie auf dem Mittelmeer: In einem Flüchtlingsboot sind etwa 40 Tote im Laderaum entdeckt worden. Über 400 weitere Menschen an Bord wurden von einem schwedischen Schiff gerettet.

Ein überfülltes Flüchtlingsboot im Mittelmeer,

Unser Bild zeigt ein vollkommen überfülltes Flüchtlingsboot im Mittelmeer im Juni 2015. Deutsche Marinesoldaten bergen gerade die Menschen und transportieren sie in einem Schlauchboot zur Fregatte "Schleswig-Holstein".

Im Laderaum eines Flüchtlingsbootes auf dem Mittelmeer sind dutzende Leichen entdeckt worden. Etwa 40 Tote seien in einem mit hunderten Flüchtlingen besetzten Boot vor der libyschen Küste gefunden worden, berichtete die schwedische Küstenwache am Mittwoch. 439 Flüchtlinge konnten durch die Besatzung des schwedischen Schiffes "Poseidon" lebend von dem Holzboot gerettet werden.

Täglich versuchen derzeit hunderte Menschen, von Afrika nach Europa zu gelangen. Dabei kommt es immer wieder zu Unglücken. Schätzungen zufolge starben in diesem Jahr schon 2500 Flüchtlinge bei der gefährlichen Überfahrt. Mehr als 100.000 Flüchtlinge gelangten über den Seeweg von Afrika und dem Nahen Osten aus nach Italien. Die "Poseidon" ist im Auftrag der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex im Einsatz.

     

tis / AFP / Reuters