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AfD: Petrys Machtplan droht zu scheitern

Es soll eine Offensive sein: Frauke Petry will auf dem AfD-Parteitag Alexander Gauland und Björn Höcke zurückdrängen. Heute morgen war nun Telefonkonferenz. Die Parteichefin ist in die Defensive geraten - die Landesverbände wenden sich gegen ihren Antrag.

AfD-Politiker Frauke Petry, Björn Höcke, Alexander Gauland, Leif-Erik Holm und Georg Pazderski

Machtkampf in der AfD: Parteichefin Frauke Petry will Björn Höcke und Alexander Gauland (oben) auf Distanz bringen. Die Landeschefs Leif-Erik Holm und Georg Pazderski (unten) wollen nicht mitmachen.

Der Machtkampf in der AfD, es ist Freitag, und Frauke Petry, die ihre Partei gestern noch vor sich hertreiben wollte – heute ist sie die Getriebene.

Gestern berichtete der stern exklusiv von einem Antrag für den Bundesparteitag, in dem die Parteichefin eine strategische Spaltung ausmacht: Sie unterschiedet zwischen Fundamentaloppositionellen und Realpolitikern, zwischen zwei Gruppen, die sie für unvereinbar hält. Auf dem Parteitag in Köln will sie deshalb eine Entscheidung herbeiführen: Petry, die Realpolitikerin, oder die Fundamentalisten wie Alexander Gauland und Björn Höcke. Die Parteichefin stellt die Delegierten vor die Wahl.

Viele in der AfD erregen sich über diese Kampfansage. Frauke Petry veröffentlichte gestern, nach der stern-Veröffentlichung, ihren Antrag hektisch auf einer eigenen, neuen Homepage. Dort sammelt sie nun Unterstützer.

Die Stimmung bei der Telefonkonferenz: mehrheitlich entsetzt

Es ist die Sache mit den Unterstützern oder genauer gesagt: mit den Ko-Antragstellern, die Frauke Petry nun auf die Füße fällt. Schon am Donnerstagabend berichtet die "Bild"-Zeitung, dass der Berliner Landeschef Georg Pazderski ursprünglich ein Ko-Antragsteller war, dann aber seine Unterschrift zurückzog. Tatsächlich ist die Version des Antrags vom 31.03.2017 (das war der Tag, an dem die Antragfrist endete) mit seinem Namen versehen. Von einem "Tippfehler" war dann die Rede, was als Erklärung nicht wirklich überzeugte. Nach stern-Informationen sah Georg Pazderski überhaupt nicht das finale Papier. Er gab nie seine Zustimmung, nicht zu dem finalen Papier und auch nicht zu einer früheren Version.

Heute Morgen allerdings schalteten sich die Landesvorsitzenden der AfD wie jeden Freitag zur Telefonkonferenz zusammen. Ein Thema der "Telko": Petrys Antrag. Die Stimmung der meisten Teilnehmer: entsetzt.

Die Mehrheit der Landesvorsitzenden contra Petry

Das Echo aus der Konferenz der AfD-Landesvorsitzenden ist für Frauke Petry verheerend. Eine deutliche Mehrheit sprach sich nämlich dafür aus, dass sie den Antrag zurückziehen solle. Nach stern-Informationen sahen das 12 von 13 Landesvertretern so. Pikant: Auch der AfD-Chef in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, sprach sich gegen Petrys Antrag aus, nachdem er von den Hintergründen erfahren hatte. Er ist bislang noch Ko-Antragsteller, müsste seine Unterstützung nun nachträglich zurückziehen, sich wie zuvor Pazderski vom Antrag distanzieren.

Die Landesvorsitzenden befürchten offenbar, dass Petry die Partei spaltet, indem sie bei ihr eine strategische Spaltung diagnostiziert und diese nun auf dem Parteitag überwinden will. Dabei könnte sie alle, die zu den Positionen etwa des Vizeparteivorsitzenden Alexander Gauland stehen, verlieren. Das sind nicht wenige, denn Gauland genießt in der AfD durchaus hohes Ansehen.


Spannende Tage bis Köln

Der AfD stehen bis zu ihrem Parteitag in Köln am 22. April spannende Tage ins Haus. Wird Frauke Petry, die auf ihrer Homepage bereits mehrere hundert Unterstützer gesammelt hat und das auch kundtut, sich gegen die Mehrheit der Landesvorsitzenden behaupten können? Werden die Delegierten in Köln ihr und ihrem Mann Marcus Pretzell, der Ko-Chef der NRW-AfD ist, folgen? Pretzell, auch das ist in diesen Tagen bemerkenswert: Manch einer geht in der AfD davon aus, dass Petrys Offensive mit dem Antrag gegen Höcke und Gauland sein Werk ist. Im Kreis der Antragsteller findet sich Pretzell jedoch nicht.

AfD-Vorsitzende: 10 Geheimnisse von Frauke Petry
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.