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Friedenskonferenz in Genf: Syrien verspricht Frauen und Kindern freies Geleit aus Homs

Erstes Ergebnis der Friedenskonferenz, das Hoffnung macht: Syriens Regierung erlaubt offenbar Frauen und Kindern das umkämpfte Homs zu verlassen. In der Stadt sind Tod und Zerstörung allgegenwärtig.

Auf der Syrien-Friedenskonferenz ist ein erstes konkretes Ergebnis erzielt worden. Der internationale Vermittler Lakhdar Brahimi sagte am Sonntagabend am Verhandlungsort in Genf, die Delegation des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad habe ihm zugesagt, dass Frauen und Kinder in der seit Monaten von Regierungstruppen belagerten Großstadt Homs das Kampfgebiet verlassen könnten. Möglicherweise könne dies bereits an diesem Montag geschehen.

Die Opposition hatte ebenso wie die Vereinten Nationen von der syrischen Regierung gefordert, einen Korridor für Hilfslieferungen in die Stadt zuzulassen, die von den Rebellen gehalten, aber seit mehr als einem Jahr von der Regierung belagert wird.

Politische Lösung wird ab Montag diskutiert

Am Sonntag hatte es eine zweite Runde von direkten Verhandlungen unter Vermittlung des Sondergesandten Brahimi gegeben. Außerdem empfing er beide Konfliktparteien zu Einzelgesprächen. Dabei ging es nach übereinstimmenden Angaben um die Vorbereitung der Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts, die am Montag beginnen sollen. Die syrische Opposition fordert wie die Vereinten Nationen die Einrichtung einer Art Übergangsregierung. Die Regierungsdelegation lehnt dies als Versuch ab, Assad aus dem Amt zu drängen.

dho/Reuters / Reuters