G-8 und G-20 in Kanada Cameron fordert Taten, nicht nur Versprechen


Geredet wird viel, versprochen ein wenig, gehandelt nur selten. Doch diesmal, so hofft der britische Premierminister David Cameron, solle es anders kommen, wenn sich die Länder der G-8 und der G-20 in Kanada treffen.

Vor den Gipfeln der G-8 und der G-20 in Kanada hat der britische Premierminister David Cameron die teilnehmenden Länder zum konkreten Handeln aufgefordert. "Es kommt viel zu oft vor, dass diese internationalen Treffen nicht die Ergebnisse liefern, die ihrem Glanz und den Versprechen gerecht werden, die sie vorher abgegeben haben", schrieb Cameron in einem Beitrag für die kanadische Zeitung "Globe and Mail". Gleichwohl würden oft "gute Ansätze" auf den Gipfeln diskutiert.

Die Herausforderung für die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G-8) sowie für die Industriestaaten und die führenden Schwellenländer (G-20) sei es, künftig "mehr zu sein als nur große Messen, auf denen geredet wird", erklärte Cameron. Er rief seine Kollegen auf, sich auf die "wichtigsten Prioritäten" zu konzentrieren. Er selbst fahre mit dem Ziel nach Kanada, dass die Gipfel "Ergebnisse für die Menschen liefern". Wichtig seien Pläne zur Kontrolle der nationalen Finanzsysteme, schrieb Cameron und sprach sich erneut für eine Bankensteuer aus, die auch von Deutschland, Frankreich und den USA befürwortet wird.

Es ist Camerons erster G-8- und G-20-Gipfel seit seinem Amtsantritt im Mai. In Kanada sind mehrere bilaterale Gespräche etwa mit US-Präsident Barack Obama und seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew geplant. Dem G-8-Gipfel in Huntsville am Freitag folgt das G-20-Treffen am Wochenende in Toronto. Dann soll es vor allem um Wirtschafts- und Finanzfragen gehen.

AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker