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G20-Gipfel in China: Gereizter Sicherheitsmann schreit Obama-Beraterin an

Ihre Reaktion auf den Zwischenfall fiel sachlich aus: "Das haben wir nicht geahnt", sagte Obamas Beraterin Susan Rice in China. Was war passiert? Sie wurde nach ihrer Ankunft von einem chinesischen Sicherheitsbeamten bepöbelt.

Barack Obama kommt in China an

Das Prozedere jeder Ankunft von Präsident Barack Obama ist peinlich genau geregelt - und darüber wollen die Amerikaner nicht diskutieren. Auch nicht in China.

Bei ihrer Ankunft mit der US-Delegation um Präsident Barack Obama in China ist die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice in einen ungewöhnlichen Zwischenfall verwickelt worden. Rice wurde am Flughafen von Hangzhou von einem chinesischen Sicherheitsbeamten beschimpft und am Weitergehen gehindert, bis ein Agent des US-Geheimdienstes einschritt.

Helle Aufregung in Hangzhou

Die schwierige Lage entstand nach und nach: Vor dem Hintergrund der starken Sicherheitsvorkehrungen für den G20-Gipfel in Hangzhou herrschte unter den Sicherheitsbeamten helle Aufregung. Entsprechend den Gepflogenheiten bei Reisen des US-Präsidenten wurden die mitreisenden Reporter nach der Landung unter die Tragfläche seiner "Air Force One" gebracht, um von dort mitverfolgen zu können, wie der Präsident die Gangway herunterkommt. Die chinesischen Sicherheitskräfte markierten das Areal der Journalisten mit einem blauen Band.

Doch dann verlangte ein Sicherheitsbeamter, die Presse solle ganz verschwinden. Eine Vertreterin aus Obamas Delegation jedoch insistierte, dies sei ein US-Flugzeug mit dem US-Präsidenten an Bord. Darauf erfolgte schreiend die Antwort des chinesischen Beamten: "Dies ist unser Land - dies ist unser Flughafen!" Als dann auch noch die Sicherheitsberaterin Rice und der hochrangige US-Regierungsvertreter Ben Rhodes versuchten, näher zum Präsidenten zu gelangen und dabei das blaue Band anhoben, schritt der ohnehin schon erboste chinesische Regierungsvertreter ein und versperrte Rice den Weg.

"Dinge, die wir nicht erahnt haben"

Es folgte ein heftiger Wortwechsel, ein Mitarbeiter des Secret Service der USA sprang Rice bei. Die Nationale Sicherheitsberaterin äußerte sich später recht abgeklärt über den Vorfall. "Sie haben Dinge gemacht, die wir nicht vorausgeahnt hatten", sagte Rice.

nik/DPA