Gaza-Streifen Mit Anschlägen gegen die Sperrzone


Die von der israelischen Armee ausgerufene Sperrzone im Gaza-Streifen gilt ohne zeitliche Begrenzung. Neben der offiziellen Reaktion der Palästinenser auf die Einrichtung der Sperrzone gab es auch einen Anschlag.

Die Einrichtung der von Israel errichteten Sperrzone im Gaza-Streifen ist nach israelischen Angaben zeitlich nicht befristet. Die Sperrzone werde bestehen, "so lange es nötig ist, um sicher zu stellen, dass das Abfeuern von Raketen auf uns abnimmt und verschwindet", sagte Israels Vize-Regierungschef Ehud Olmert am Donnerstag dem Armeerundfunk. Die Angriffe auf das Gebiet würden so lange fortgeführt, bis der Beschuss Israels durch Raketen militanter Palästinenser aufhöre.

In der Nacht zum Mittwoch hatte die israelische Luftwaffe im Gazastreifen Flugblätter abgeworfen, in denen die Palästinenser aufgefordert wurden, die Sperrzone zu respektieren. Sie wurde als Reaktion auf die Zunahme palästinensischer Raketenangriffe auf Israel verhängt. In der Nacht beschossen israelische Streitkräfte erneut Ziele in der von ihr am Vortag in dem Palästinenser-Gebiet eingerichteten Pufferzone. Die Luftwaffe bombardierte Straßen, die von palästinensischen Extremisten für den Transport von Raketen benutzt worden sein sollen. Palästinensische Extremisten-Gruppen kündigten an, ihre Raketenangriffe fortzusetzen.

Palästinensische Polizei in israelischer Sperrzone

Die Palästinenser haben die Einrichtung der Sperrzone als Wiederbesetzung von in diesem Jahr durch Israel geräumten Landes bezeichnet. Die Behörden ordneten an, dass die palästinensische Polizei trotz israelischer Warnungen in dem Gebiet bleiben soll. Israel hat erklärt, es gebe keine Pläne für einen erneuten Einmarsch seiner Soldaten in den Gaza-Streifen.

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat am Donnerstag im nördlichen Westjordanland vier Menschen getötet. Israelische Medien berichteten, bei den Opfern handele es sich um drei Palästinenser und einen Israeli. Der Attentäter habe sich bei Tulkarem in einem Taxi einer Militärsperre genähert. Er sei dann ausgestiegen. Als Soldaten ihn aufforderten, seinen Mantel zu öffnen, habe er die Bombe gezündet.

Anschlagsopfer überwiegend Palästinenser

Bei der schweren Explosion wurden den Angaben zufolge der Taxifahrer sowie zwei weitere Palästinenser und ein Israeli getötet. Zehn weitere Menschen, überwiegend unbeteiligte Palästinenser, erlitten Verletzungen. Zu dem Anschlag bekannte sich die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Aktivisten der Gruppe teilten dies in Tulkarem über Lautsprecher mit.

Der israelische Rundfunk meldete, der Armee hätten Geheimdienstwarnungen über einen geplanten Selbstmordanschlag in Israel während des jüdischen Lichterfests Chanukka vorgelegen. Daher seien im Bereich Tulkarem mehrere Straßensperren errichtet worden.

DPA/Reuters DPA Reuters

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