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Gaza: Uno-Vollversammlung verlangt Waffenruhe

Nach dem Sicherheitsrat hat auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine sofortige Waffenruhe im Gaza-Streifen verlangt. Nur Israel und die USA stimmten gegen die Resolution. Israel hatte zuvor versucht, die Sondersitzung zu verhindern.

Nach dem UN-Sicherheitsrat hat auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Konflikt gefordert. Bei drei Gegenstimmen und neun Enthaltungen stimmte am Freitag (Ortszeit) eine große Mehrheit von 142 Staaten für die Einhaltung der Resolution des UN-Sicherheitsrats von vergangener Woche, in der auch der vollständige Rückzug israelischer Truppen aus dem Gasastreifen verlangt wurde. Das teilte der Präsident der UN-Vollversammlung, Miguel d'Escoto Brockmann, im Anschluss an stundenlange Beratungen in New York mit.

Israel und die USA stimmten gegen die Resolution. Der stellvertretende US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Alejandro Wolff sagte im Verlauf der Sondersitzung, die Uno müsse darauf achten, die diplomatischen Bemühungen um einen Frieden im Gazastreifen nicht zu erschweren.

Die Vollversammlung dürfe nicht "zu einer Bühne für Schmähkritik werden, während alle Anstrengungen unternommen würden, den Konflikt zu beenden", sagte Wolff. Unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bemüht sich auf Reisen ins Westjordanland und nach Ägypten nach um eine Umsetzung der Resolution.

Israel hatte vergeblich versucht, die Sondersitzung mit der Begründung zu verhindern, dass sich die Vollversammlung nicht in ein Thema einbringen könne, das bereits vom UN-Sicherheitsrat verhandelt werde.

AFP / AFP