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Georgien: Russland verspricht Rückzug bis Freitag

Bis Freitag soll es soweit sein: Dann will Russland seine Truppen aus Georgien zurückziehen - bis auf eine kleinere Einheit. Diese Übereinkunft haben Staatspräsident Dmitri Medwedew und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erzielt.

Der Rückzug der russischen Truppen aus Georgien soll bis zum 22. August beendet werden. Ausgenommen seien nur 500 Mann, die mit den vereinbarten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung betraut seien, teilten der russische Präsident Dmitri Medwedew und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Beide Staatschefs stimmten darin überein, dass das Sechs-Punkte-Abkommen dringend umgesetzt werden müsse, hieß es. Medwedew bekräftigte seine Zustimmung zur Entsendung von OSZE-Beobachtern, die "mit den Patrouillen in den vorübergehenden Sicherheitszonen zusammenarbeiten" sollen. Frankreich will dafür Beobachter abstellen.

Die Nato hatte zuvor aus Protest gegen die andauernde russische Militärpräsenz in Georgien alle Gespräche mit Russland auf Eis gelegt. Die Außenminister der Allianz beschlossen auf einer Krisensitzung in Brüssel, den Dialog im seit sechs Jahren bestehenden Nato-Russland-Rat bis zum Abzug der russischen Soldaten auszusetzen. Georgien hatte am 7. August eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über das seit 1992 abtrünnige Südossetien zurückzugewinnen. Russland wehrte den Vorstoß jedoch mit einem militärischen Großaufgebot ab. Dabei marschierten die Russen in georgisches Kernland ein. Gemäß dem Waffenstillstand sollen sie sich wieder auf ihre Ausgangsstellungen zurückziehen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters