HOME

Gigant China: Was macht eigentlich Mao?

Für Maoisten ist das neue China der Horror: Einheimische Kapitalisten konkurrieren mit Ausländischen, in Schulen werden die alten Lehren des Konfuzius gelehrt, statt blauer Einheitskleidung trägt man modischen Chic. Trotzdem gilt Mao weiter als Nationalheld Nummer eins.

Von Adrian Geiges, Peking

Die Chinesin Jung Chang hat eine umfassende Biografie Maos geschrieben, die in China verboten ist. Das Ergebnis ihrer langwierigen Recherchen fasst sie im ersten Satz des Buchs zusammen: "Mao Tsedong, der jahrzehntelang absolute Macht ausübte über das Leben eines Viertels der Weltbevölkerung, war verantwortlich für über 70 Millionen Tote in Friedenszeiten - kein anderer politischer Führer des 20. Jahrhunderts reicht hier an ihn heran."

Während viele im Westen glaubten, China habe anders als Indien den Nahrungsmittelmangel überwunden, verhungerten 1958 bis 1961 in der Volksrepublik mehr als 38 Millionen Menschen - die größte Hungersnot in der Geschichte der Menschheit. Sie wurde nicht durch Missernten ausgelöst, sondern durch Maos Größenwahn und durch seine Verachtung für das eigene Volk. Er presste den Bauern Getreide und Fleisch ab, um damit bei der Sowjetunion, der DDR und anderen sozialistischen Ländern Know-how für den Bau der Atombombe zu kaufen.

In einem wahnwitzigen Experiment, genannt "Großer Sprung nach vorn", wollte Mao Großbritannien innerhalb von 15 Jahren wirtschaftlich überholen - in jedem Dorf entstanden deshalb Stahlwerke, statt sich der Landwirtschaft zu widmen schmolzen Bauern ihre Pflüge und Kochtöpfe, um dem Staat Rohstahl abzuliefern. Als er von dem massenhaften Sterben hörte, höhnte Mao: "Die Toten sind nützlich, sie düngen den Boden."

Der nächste Irrsinn, der Millionen Menschenleben zerstörte und China um Jahrzehnte zurückwarf, war Maos "Große Proletarische Kulturrevolution" (1966-1976). Mao hetzte Schüler dazu auf, ihre Lehrer umzubringen. Krankenschwestern setzten die Ärzte ab, zwangen sie Latrinen zu putzen und lernten Maos Sprüche auswendig statt die Verletzten zu behandeln. Ein Großteil der chinesischen Kulturschätze wurde von randalierenden Rotgardisten verbrannt oder zertrümmert.

Über all das wird hier heute von einigen Intellektuellen diskutiert. Die Älteren wissen aus eigener Erfahrung davon. Aber im Schulunterricht erfährt man fast gar nichts darüber. Wenn diese wichtigen Etappen der chinesischen Geschichte überhaupt erwähnt werden, dann werden sie als "Fehler" verharmlost und der "Viererbande" um Maos Frau in die Schuhe geschoben, Mao selbst wird reingewaschen.

Nach wie vor liegt Maos Leichnam im Mausoleum auf dem Platz des Himmlischen Friedens aufgebahrt. Am Tor des Himmlischen Friedens hängt sein Porträt. Die chinesische Autorin Jung Chang sagt: "Es ist, als würde Hitlers Porträt heute am Brandenburger Tor hängen." In Musikshows singen Schlagerstars nach wie vor Loblieder auf den "Großen Vorsitzenden". Das chinesische Fernsehen zeigt oft Videoclips, in denen Bilder von Mao, dem Reformer Deng Xiaoping, dem jetzigen Parteichef Hu Jintao und seinem unmittelbaren Vorgänger Jiang Zemin hintereinander geschnitten sind. Mal abgesehen davon, dass in einer Geschichtsklitterung hier die Hälfte der ehemaligen KP-Vorsitzenden weggelassen wird: Die Propaganda zeigt die jetztige Führung in einer Traditionslinie mit Mao.

Das ist absurd, denn Deng Xiaoping musste während der Kulturrevolution in einem Traktorwerk arbeiten, sein Sohn wurde zum Krüppel geschlagen. Mao würde sich im Mausoleum umdrehen, wüsste er von der Reform und Öffnung Chinas, die vor 30 Jahren begann.

Warum machen die das? Ließe die KP eine breite Diskussion über Maos Verbrechen zu, würden sich viele Leute fragen: Warum ist diese Partei, die so viel Elend über China gebracht hat, weiter an der Macht? Für viele einfache Chinesen bleibt Mao der Mann, der China wieder geeint und zu Größe geführt hat, nach Erniedrigung durch die Kolonialherren, japanischer Besatzung und Bürgerkrieg. Er hat den Chinesen den Stolz zurückgegeben, insbesondere den Arbeitern und Bauern, die in der vorherigen Feudalgesellschaft verachtet wurden. Deshalb hält Chinas Führung an Mao fest, und sei es nur zum Schein. Oder auf dem Schein. Mao wollte einst das Geld abschaffen. Heute prangt sein Porträt auf vielen Banknoten.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?