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751 Euro Griechenland will Mindestlohn wieder anheben


Im Zuge des Rettungspakets wurde der Mindestlohn in Griechenland 2012 von 751 auf 586 Euro abgesenkt. Das will die Regierung jetzt wieder rückgängig machen.

Die griechische Regierung hat erste Eckpunkte der geplanten Erhöhung des Mindestlohns genannt. Die Regierung halte an dem Vorhaben fest, die Tarifverhandlungen wiedereinzuführen und den Mindestlohn aufzustocken, der mit dem Rettungspaket 2012 von 751 auf 586 Euro im Monat abgesenkt worden war, sagte der neue Arbeitsminister Panos Skourletis am Sonntag in Athen. "Wir gehen davon aus, dass die Wiederherstellung des Mindestlohns auf diesem Niveau dem Markt einen kleinen Wachstumsschock geben kann", ergänzte er. "Wenn Sie Menschen mit einem solch niedrigen Einkommen etwas Geld geben, werden sie es für ihre Grundbedürfnisse ausgeben: Brot, Milch, ein Paar Schuhe".

Die neue griechische Regierung hat eine radikale Abkehr von der Sparpolitik ihrer Vorgänger angekündigt. Finanzminister Yanis Varoufakis hatte am Freitag der Troika, die bislang für die Geldgeber Hilfen und Auflagen mit dem hoch verschuldeten Land aushandelt, die Zusammenarbeit aufkündigt. Die von der linken Syriza geführte Regierung in Athen lehnt deren Sparauflagen ab und will auch das laufende Rettungsprogramm nicht verlängern. Griechenland wird seit 2010 von den Euro-Partnern und dem IWF mit insgesamt 240 Milliarden vor der Staatspleite bewahrt.

kup/Reuters Reuters

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