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Haiti Polizei identifiziert 28 Beteiligte an Präsidenten-Mord – die meisten wohl aus Kolumbien

Sehen Sie im Video: Polizei identifiziert 28 Beteiligte an Präsidenten-Mord auf Haiti.




Nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moise hat die Polizei den Medien am Donnerstag diese 17 Männer vorgeführt. Sie sollen an dem Mord beteiligt gewesen sein. Schwer bewaffnete Attentäter, die sich als US-Drogenfahnder ausgaben, hatten sich in der Nacht auf Mittwoch Zugang zu der bewachten Residenz des Präsidenten verschafft, ihn getötet und seine Frau schwer verletzt. Nach Angaben des haitianischen Botschafters in den USA handelte es sich um "ausländische Söldner" und gut ausgebildete Killer. Haitis Polizeichef bestätigte dies und gab an, die Ausländer seien ins Land gekommen, um den Präsidenten zu töten. 28 Attentäter seien bisher schon identifiziert worden, davon seien 26 Kolumbianer und zwei Haitianer. Moise war seit 2017 im Amt und regierte seit mehr als einem Jahr per Erlass, weil die Ausrichtung einer Wahl scheiterte. Die Opposition warf dem 53-Jährigen Korruption vor, es kam zu Massenprotesten. Moise hatte die Anschuldigungen stets bestritten und auf eine Verfassungsreform gedrungen, mit der er nach eigenen Angaben für mehr politische Stabilität sorgen wollte. Seine Gegner sahen darin den Versuch, eine Diktatur zu erreichten. Haitis Wahlminister Mathias Pierre hat angegeben, dass sowohl die Präsidentschaftswahl als auch das Verfassungsreferendum wie geplant, am 26. September durchgeführt werden sollten.
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Während in Haiti weiter der Ausnahmezustand gilt, will die dortige Polizei zusammen mit der Regierung Kolumbiens die Attentäter identifiziert zu haben. Acht Verdächtige waren den Angaben zufolge zunächst noch auf der Flucht.

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