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IAEA: Mohammed ElBaradei gibt nach zwölf Jahren Vorsitz ab

Der Japaner Yukiya Amano hat am Dienstag die Leitung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) übernommen. Die IAEA stehe vor einer "großen Anzahl schwieriger Themen und Herausforderungen", sagte der Nachfolger des Ägypters Mohamed ElBaradei in Wien.

Der Japaner Yukiya Amano hat am Dienstag die Leitung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) übernommen. Die IAEA stehe vor einer "großen Anzahl schwieriger Themen und Herausforderungen", sagte der Nachfolger des Ägypters Mohamed ElBaradei in Wien. Die Lage sei für die IAEA "eher stürmisch", befand der 62-jährige Japaner. Er wolle sein Amt "unparteiisch, vertrauenswürdig und professionell" ausüben.

Als vordringliche Aufgaben nannte Amano unter anderen die Nichtverbreitung von Atomwaffen sowie die Atom- und Energiesicherheit. Das nach wie vor drängendste Problem dürfte dabei der Atomstreit mit dem Iran sein, dessen Wurzeln bereits sieben Jahre zurückliegen. Bis heute besteht Unsicherheit über den wahren Charakter des iranischen Atomprogramms. Während Teheran dessen rein zivilen Nutzen betont, verdächtigt vor allem der Westen Teheran, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. In der vergangenen Woche verabschiedete der IAEA-Gouverneursrat eine neue Resolution gegen den Iran.

Amanos Vorgänger ElBaradei lenkte zwölf Jahre lang hat die Geschicke der IAEA und erhielt für seinen Einsatz gegen den Missbrauch der Atomenergie den Friedensnobelpreis. Auch Amano ist die Arbeit der Behörde vertraut. Er gilt als Experte für Abrüstung und den Kampf gegen die Verbreitung von Atomwaffen. Seit September 2005 vertrat Amano die Interessen seines Landes bei der IAEA. In seinem ersten Jahr bei der Behörde übte er bereits die regelmäßig wechselnde Präsidentschaft im wichtigen Gouverneursrat aus.

AFP / AFP