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Inselstreit im Ostchinesischem Meer: China provoziert Japan mit neuer Militärzone

Es geht um eine Fläche von insgesamt nicht einmal sieben Quadratmetern. Dennoch rasselt China wieder mit dem Säbel und provoziert Japan. Beide Länder erheben Anspruch auf eine unbewohnte Inselgruppe.

Im Konflikt mit Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat China mit der Einrichtung einer Militärzone für neuen Zündstoff gesorgt. Die Zone im Luftraum diene dem Schutz vor möglichen Bedrohungen für chinesisches Territorium aus der Luft, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag einen Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking. Allerdings umfasst die Zone auch einen Bereich einer unbewohnten Inselgruppe, den Japan beansprucht.

Die Einrichtung der Zone werde die Spannungen zwischen beiden Ländern verschärfen und sei "extrem gefährlich, weil dies unvorhersehbare Ereignisse auslösen könnte", zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo den zuständigen Abteilungsleiter im Außenministerium, Junichi Ihara. Dieser habe seinen Protest zuvor telefonisch an die chinesische Botschaft in Tokio übermittelt.

Beide Nachbarländer streiten seit langem über die japanisch Senkaku und chinesisch Diaoyu genannte Inselgruppe. Die Gegend gilt als fischreich, außerdem werden im Meeresboden Rohstoffe vermutet. Auch Taiwan beansprucht die Gruppe aus fünf Inseln und drei Felsen. Dort sind sie als Tiaoyutai Inseln bekannt.

Der nun zur militärischen Zone erklärte Luftraum im Ostchinesischen Meer solle überwacht werden, um so frühzeitig die chinesische Luftabwehr in Verteidigungsbereitschaft versetzen zu können, berichtete Xinhua unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Peking.

ono/DPA / DPA