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Nordirak: USA kündigen Bodenoffensive gegen IS an

Seit Monaten wütet die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak. Nun ziehen die USA harte Konsequenzen und starten eine Bodenoffensive, um die irakischen Streitkräfte zu unterstützen.

Der US-Sondergesandte zur Koordinierung der internationalen Koalition gegen den IS, John Allen, spricht von einer "bedeutenden Gegenoffensive"

Der US-Sondergesandte zur Koordinierung der internationalen Koalition gegen den IS, John Allen, spricht von einer "bedeutenden Gegenoffensive"

Der US-Sondergesandte zur Koordinierung der internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat (IS), John Allen, hat eine Gegenoffensive im Kampf gegen die Terrormiliz angekündigt. Diese stehe kurz bevor, sagte Allen am Sonntag der jordanischen Nachrichtenagentur Petra.

Es werde eine große Bodenoffensive der irakischen Armee geben. Im Irak rücken reguläre Streitkräfte und kurdische Peschmerga-Kämpfer bereits am Boden gegen die Dschihadisten-Miliz vor. Der Generalsekretär des Peschmerga-Ministeriums, Dschabar Jawar, sagte der Nachrichtenagentur DPA am Wochenende, es gebe einen Militäreinsatz mit heftigen Gefechten nordwestlich der Millionenstadt Mossul. Nach Angaben des kurdischen Nachrichtenportals Rudaw begannen IS-Kämpfer mit Evakuierungen im Stadtzentrum.

Die USA täten ihrerseits alles, um die Iraker zu unterstützten, fügte Allen mit dem Verweis auf Waffenlieferungen und Ausbildung der Kräfte hinzu. Die Koalition fliegt seit dem Spätsommer Luftangriffe auf Stellungen des IS, der im Irak und in Syrien weite Landesteile kontrolliert. Teil der Koalition ist auch Jordanien. Das Land hatte vor einigen Tagen eine neue Offensive gegen den IS gestartet, nachdem die Miliz den jordanischen Kampfpiloten Maas al-Kassasbeh getötet und Videoaufnahmen der grausamen Hinrichtung veröffentlicht hatte.

US-Außenminister John Kerry hatte zuvor in einem NBC-Interview gesagt, die internationale Allianz habe 22 Prozent der bevölkerten Gebiete im Irak und Syrien zurückerobert. Das sei gelungen, ohne eine größere Offensive zu starten. Kerry wies damit Kritik zurück, die USA handelten im Kampf gegen die Extremisten zu zögerlich.

she/AFP/DPA / DPA
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