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Irak: Anschlag vor laufender Kamera

Bei der Explosion von drei Autobomben sind in Bagdad zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Anschläge galten dem vorwiegend von westlichen Journalisten bewohnten "Palestine"-Hotel - die Fernsehkameras waren live dabei.

Bagdads bekanntestes Hotel, das "Palestine", ist Ziel eines Autobombenanschlags geworden. Vor dem Hotel explodierten kurz nacheinander zwei Autos und ein mit Sprengstoff präparierter Betonmischer. Dabei starben mindestens zehn Menschen, 22 weitere wurden verletzt, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf irakische Polizeiangaben berichtete. Der arabische Fernsehsender Al-Arabija sprach sogar von 19 Toten. Unter den Opfern seien Wachleute und Passanten, aber keine Ausländer, hieß es. Insgesamt starben im Irak im Laufe des Tages bei Bombenanschlägen und Attentaten mindestens 28 Menschen.

Im "Palestine" und dem benachbarten "Sheraton"-Hotel sind viele westliche Journalisten und Vertreter untergebracht. Das Hotel, das am Firdaus-Platz in der Innenstadt liegt, wurde nach Medienberichten durch die Explosionen beschädigt. Fernsehsender zeigten Bilder von einer gewaltigen Rauch- und Staubwolke über dem Platz. Nach irakischen Polizeiangaben detonierten zwei Autobomben in der Nähe des Platzes, vor den äußeren Sperrmauern des Palestine-Sheraton-Komplexes. Ein Betonmischer versuchte dann, die Betonmauer an der Zufahrt zu dem Komplex zu durchbrechen. Als Sicherheitskräfte den Wagen unter Beschuss nahmen, sprengte sich der Fahrer mit dem Fahrzeug in die Luft. Eine Kamera hielt die dramatischen Momente fest.

Kalkulierte Aufmerksamkeit

Der Anschlag wurde bei Sonnenuntergang, kurz vor dem Fastenbrechen im heiligen Monat Ramadan verübt. Journalisten vor Ort sagten, die gewaltigen Explosionen seien womöglich mit Blick auf die Medienwirksamkeit gezielt geplant gewesen. Seitdem US-Soldaten und Iraker im April 2003 dort eine überlebensgroße Statue Saddam Husseins vom Sockel holten, ist der Firdaus-Platz dem weltweiten TV-Publikum bekannt. Die beiden Hotels in der Nähe sind wiederholt Ziel von Anschlägen gewesen.

Ein weiterer blutiger Zwischenfall ereignete sich am Montag in Mussaib, 50 Kilometer südlich von Bagdad. Dort erschossen Unbekannte zwölf Arbeiter, die mit dem Bau einer neuen Polizeiwache beschäftigt waren. Außerdem wurde nach Angaben der örtlichen Polizei ihr Chef entführt. In Kamischli, ebenfalls südlich von Bagdad, fand die Polizei die von Schüssen durchsiebten Leichen von sechs Irakern, unter ihnen drei Frauen. In dem Ort Al-Kut verurteilte ein Strafgericht fünf Iraker zum Tode durch den Strang. Die Aufständischen sollen Polizisten, irakische Soldaten und Zivilisten getötet haben.

In Bagdad werden seit Donnerstag zwei marokkanische Diplomaten vermisst, berichtete Al-Arabija. Das marokkanische Außenministerium habe mitgeteilt, dass die beiden Diplomaten auf der Fahrt von Jordanien nach Bagdad verschwunden seien.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.