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Irak: Autobombe explodiert in Iskandarija

Bei einem verheerenden Bombenanschlag im Irak sind nach offiziellen Angaben 35 Menschen getötet und 75 weitere Menschen verletzt worden. Die Bombe explodierte vor einer Polizeiwache.

Bei einem verheerenden Bombenanschlag im Irak sind am Dienstag nach offiziellen Angaben 35 Menschen getötet worden. 75 weitere Menschen seien verletzt worden, als eine Autobombe vor einer Polizeiwache in Iskandarija (Alexandria), 40 südlich von Bagdad, explodierte, sagte der irakische Vize-Innenminister General Ahmed Ibrahim. Der arabische Fernsehsender El Dschasira hatte zuvor unter Berufung auf Informationen aus Krankenhäusern berichtet, es habe mindestens 50 Todesopfer gegeben. Koalitionsstreitkräfte riegelten den Anschlagsort ab.

Zuletzt waren am 1. Februar in der nördlichen Stadt Erbil zwei verheerende Selbstmordanschläge auf zwei Parteibüros von Kurdenparteien verübt worden. Dabei starben mehr als 100 Menschen, die zum islamischen Opferfest in die Parteizentralen gekommen waren.

Am Montag hatte die 'New York Times' über ein angebliches Strategiepapier eines führenden El-Kaida-Mitglieds berichtet, das den US-Behörden im Irak in die Hände gefallen sei. Darin rufe der Autor, vermutlich der gesuchte Jordanier Abu Mussab Sarkawi, zu Anschlägen auf, die einen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten im Irak entfachen sollten. Iskandarija liegt nicht im besonders von Anschlägen geplagten "sunnitischen Dreieck" nördlich von Bagdad.

DPA / DPA