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Kampf gegen den IS: Iraks Streitkräfte beginnen mit Gegenoffensive

Nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat in den letzten Wochen wieder an Boden gewonnen hat, haben Irakische Truppen mit einer Gegenoffensive begonnen. Die Stadt Ramadi könnte zurückerobert werden.

Unterstützt von schiitischen Milizen wollen die irakischen Truppen den Islamischen Staat zurückdrängen

Unterstützt von schiitischen Milizen wollen die irakischen Truppen den Islamischen Staat zurückdrängen

Irakische Regierungstruppen bereiten eine Gegenoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der westlichen Provinz Anbar vor. "Die irakische Regierung hat grünes Licht für den Beginn der militärischen Operation mit Beteiligung der Armee, Freiwilliger und bewaffneter Stämme gegeben", sagte ein Vertreter der Regierung am Dienstag in Bagdad. Der irakische Verteidigungsminister bestätigte diese Angaben via Facebook.

Die Mobilisierung neuer Kräfte für die Gegenoffensive erfolgte knapp eine Woche nach dem Fall von Ramadi, der Hauptstadt der westlich von Bagdad gelegenen, sunnitischen Provinz Anbar. Dass Ramadi zurückerobert werden solle, wurde nicht ausdrücklich erwähnt.

US-Vizepräsident lobt irakische Soldaten

Auch gab es zunächst keine Bestätigung über tatsächliche Truppenbewegungen in der Region. Den Plänen zufolge soll die erhoffte Rückeroberung Ramadis nicht nur von der schiitisch dominierten Regierungsarmee bewerkstelligt werden. An den Vorbereitungen beteiligt sind auch schiitische Freiwillige, die in den sogenannten Haschd-Milizen organisiert sind, sowie einzelne sunnitische Stammesmilizen.

Nach Kritik aus Washington hatte es zuletzt auch eine Diskussion über den Zustand der irakischen Armee gegeben. US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte den Streitkräften mangelnden Kampfeswillen bescheinigt. Vizepräsident Joe Biden bemühte sich mit einem Lob über die "enormen Opfer" und die Tapferkeit der Soldaten um Schadensbegrenzung. Schließlich kündigte der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi die Rückeroberung Ramadis "innerhalb von Tagen" an. Vor den Kämpfen um Ramadi sind nach UN-Angaben mindestens 25.000 Menschen geflüchtet.

amt/DPA / DPA
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