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Eskalierende Proteste Irans Sicherheitskräfte gehen zunehmend hart gegen Demonstrierende vor – mindestens 130 Tote

Sehen Sie im Video: Irans Sicherheitskräfte gehen hart gegen Proteste vor  oberster Führer gibt den USA die Schuld.




STORY: Im Iran geht die Polizei offenbar weiter hart gegen Demonstranten vor, die nach dem Tod der Iranerin Mahsa Amini gegen die islamistische Führung des Landes protestieren. Diese am Sonntag und Montag im Internet veröffentlichten Videos sollen zeigen, wie Menschen an der Sharif Universität in Teheran vor der sogenannten Sittenpolizei fliehen. Irans geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei äußerte sich am Montag erstmals zu den anhaltenden Protesten und beschuldigte die USA und Israel. "Ich sage deutlich, dass diese Unruhen von Amerika und dem usurpierenden und falschen zionistischen Regime geplant wurden. Und diejenigen, die ihre Gehälter kassieren, von denen einige verräterische Iraner im Ausland sind, haben ihnen geholfen." Der Tod Aminis habe ihm "das Herz gebrochen", sagte Chamenei und sprach von einem "bitteren Ereignis". Jina Mahsa Amini, hier auf einem Bild bei einem Protest in London am Wochenende zu sehen, war Mitte September in Teheran festgenommen worden, weil sie gegen die Regeln zum Tragen eines Kopftuchs verstoßen hatte. Drei Tage später starb sie in einem Krankenhaus, nachdem sie ins Koma gefallen war. Zu den Umständen ihres Todes gibt es widersprüchliche Angaben. Nicht nur international stieß der Vorfall auf Empörung. Im Iran löste er eine selten dagewesene Protestwelle aus. Laut der in Norwegen ansässigen Organisation Menschenrechte in Iran kamen dabei bislang mehr als 130 Menschen ums Leben.
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Im Iran drohen die Proteste nach dem Tod der jungen Mahsa Amini zunehmend zu eskalieren. Der geistliche Führer des Landes beschuldigt indessen ausländische Kräfte, die Unruhen im Land angestiftet zu haben.

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