Neue Explosionen in Teheran. Der Iran droht derweil mit Vergeltungsangriffen auf die israelische Stromversorgung. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Eugen Epp
Iran droht mit Angriffen auf israelische Stromversorgung
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltungsangriffen auf Kraftwerke in Israel und auf solche, die US-Stützpunkte in der Region mit Strom versorgen. Das geht aus einer heute veröffentlichten Erklärung hervor. „Wenn ihr die Elektrizität trefft, treffen wir die Elektrizität“, heißt es darin. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die Straße von Hormus für die Schifffahrt öffnen. Zugleich dementierten die Garden, Wasserentsalzungsanlagen in der Region angreifen zu wollen.
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Eugen Epp
Bei einem Angriff auf eine Rundfunkstation in Bandar Abbas gegenüber der Straße von Hormus im Süden des Iran ist iranischen Staatsmedien zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Bei dem „völkerrechtswidrigen” Angriff sei einer der Sicherheitsmitarbeiter des Zentrums getötet und ein weiterer Mensch verletzt worden, erklärt der iranische Staatssender Irib. Ziel des Angriffs sei eine Sendeanlage des „Radio- und Fernsehzentrums des Persischen Golfs“ gewesen.
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Matthias Urbach
Aus der iranischen Hauptstadt Teheran wird eine neue Welle israelischer Luftangriffe mit heftigen Explosionen in mehreren Bezirken gemeldet. Zuvor hatte das israelische Militär auf Telegram den Beginn einer weiteren Serie umfangreicher Attacken auf Regierungseinrichtungen der Islamischen Republik verkündet. In Teheran stationierte Reporter des arabischen Senders Al Jazeera berichteten kurz darauf von „beispiellosen Explosionen“, vor allem in den östlichen Vierteln der Stadt. Die Luftabwehr sei im Dauereinsatz.
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Matthias Urbach
Ein Luftangriff zerstört laut einem Medienbericht Wohnhäuser in der Stadt Urmia im Nordwesten des Iran. Rettungskräfte suchen nach Menschen unter den Trümmern, meldet die dem Staat nahestehende Nachrichtenagentur Nour News.
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Matthias Urbach
Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt wegen die Freigabe weiterer Ölreserven. Man berate sich dazu mit Regierungen in Asien und Europa, sagt IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol. „Falls nötig, werden wir das natürlich tun.“ Die IEA-Mitgliedstaaten hatten bereits am 11. März wegen des Irankrieges die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen.
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Jessica Kröll
Luftangriffe auf pro-iranische Miliz im Irak
Eine pro-iranische Miliz im Irak ist am Sonntag zum Ziel von Luftangriffen geworden. Bei den Angriffen seien Stellungen des Netzwerks Hasched al-Schaabi südlich von Bagdad attackiert worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Verletzt worden sei niemand. Die Angriffe galten der Miliz Kataeb Hisbollah, wie ein Sprecher der Gruppierung sagte. Diese ist Teil des auch als "Volksmiliz" bekannten Bündnisses Hasched al-Schaabi. Offiziell wurde das Bündnis in die irakischen Streitkräfte eingegliedert, agiert aber weitgehend autonom. Die Milizen sind zudem Teil des pro-iranischen Netzwerks Islamischer Widerstand im Irak, das sich zu Angriffen auf US-Stützpunkte in dem Land bekannt hat.
Der Flughafen in Bagdad wurde inmitten des Iran-Krieges am Sonntag erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der Nacht zum Sonntag gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen.
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Jessica Kröll
Schah-Sohn Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. „Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben“, erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten. Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei.
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Jessica Kröll
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat angesichts einer neuen israelischen Angriffswelle auf Stellungen der pro-iranischen Hisbollah vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes gewarnt. Die gezielten Attacken auf Brücken seien eine „gefährliche Eskalation“ und „Vorbote einer Bodeninvasion“, erklärte Aoun am Sonntag. Die israelische Armee hatte zuvor neue Luftangriffe auf „terroristische Infrastruktur im Südlibanon" verkündet. Nördlich der Stadt Tyros wurde eine wichtige Brücke getroffen. Aoun verurteilte die „Zerstörung von Infrastruktur und lebenswichtigen Einrichtungen im Südlibanon", darunter die nahe Tyros gelegene Brücke von Kasmijeh. Die israelischen Angriffe stellten eine „eklatante Verletzung der Souveränität des Libanon" dar und könnten „als Vorbote einer Bodeninvasion" betrachtet werden, erklärte der libanesische Präsident.
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Jessica Kröll
Iran droht mit vollständiger Schließung der Hormus-Meerenge
Der Iran droht nach einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde dann vollständig gesperrt und erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die iranischen Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit.
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Jessica Kröll
Merz telefoniert mit Trump - Beratungen über Iran-Krieg
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach eigenen Angaben telefonisch mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in verschiedenen Kriegsgebieten ausgetauscht. „Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen“, schrieb Merz am Sonntag im Onlinedienst X. „Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt“, fügte er hinzu.
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Phil Göbel
Iran weitet Angriffe auf Länder im Nahen Osten aus
Entspannung ist in der gesamten Region nicht ins Sicht. „Die Flugabwehrsysteme reagieren derzeit auf eine Bedrohung durch Raketen. Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie offiziellen Kanälen für Warnungen und neue Informationen“, teilte die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit.
Die Emirate reagierten nach Angaben des Verteidigungsministeriums bisher auf Beschuss mit 345 Raketen, 15 Marschflugkörpern und mehr als 1.700 Drohnen. Zwei Angehörige der Streitkräfte und sechs Zivilisten kamen seit Kriegsbeginn ums Leben. 160 weitere Menschen wurden im Land verletzt.
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Phil Göbel
Während die Welt weiterhin auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten hofft, fordert Israel mehr Unterstützung. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drängt weitere Länder dazu, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. „Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert“, so Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
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Phil Göbel
Apropos Streumunition: Solche Geschosse gelten international als „geächtete Waffe“. Welche System ansonsten eigentlich nicht im Krieg genutzt werden dürfen, haben wir für Sie in dieser Strecke zusammengefasst:
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Phil Göbel
Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten. Die Zerstörungen seien „katastrophal“, mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer.
Bei einer weiteren Attacke auf Tel Aviv seien zudem 15 weitere Menschen verletzt worden. Israel wirft dem Iran vor, erneut Streumunition eingesetzt zu haben.
Bei einer weiteren Attacke auf Tel Aviv seien zudem 15 weitere Menschen verletzt worden. Israel wirft dem Iran vor, erneut Streumunition eingesetzt zu haben.
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Daniel Bakir
Iranische Raketen haben in der Nacht auf Sonntag Jerusalem getroffen. Die israelische Hauptstadt wurde laut der Nachrichtenagentur AFP von Explosionen erschüttert, es gab aber zunächst keine Berichte über Opfer.
Im Irak wurde der Flughafen der Hauptstadt Bagdad Ziel nächtlicher Luftangriffe. Laut irakischen Sicherheitsvertretern gab es acht Angriffe mit Raketen und Drohnen. Laut iranischen Staatsmedien war ein Militärstützpunkt nahe des Flughafens Ziel der Angriffe.
Katar meldet den Absturz eines Militärhubschraubers im Persischen Golf, bei dem sieben Menschen gestorben seien. Grund soll eine technische Störung und kein Abschuss gewesen sein.
Im Irak wurde der Flughafen der Hauptstadt Bagdad Ziel nächtlicher Luftangriffe. Laut irakischen Sicherheitsvertretern gab es acht Angriffe mit Raketen und Drohnen. Laut iranischen Staatsmedien war ein Militärstützpunkt nahe des Flughafens Ziel der Angriffe.
Katar meldet den Absturz eines Militärhubschraubers im Persischen Golf, bei dem sieben Menschen gestorben seien. Grund soll eine technische Störung und kein Abschuss gewesen sein.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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