Israel meldet die Tötung von Irans Geheimdienstminister Esmail Chatib. Demnach kam er bei einem gezielten Angriff ums Leben. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Nach der Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch das israelische Militär kommen in der iranischen Hauptstadt Teheran Regierungsanhänger für Trauerfeiern zusammen. Im Stadtzentrum der Millionenmetropole meldet die Nachrichtenagentur Fars den Beginn einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto der Agentur zeigt seinen Sarg und den seines Sohnes, der bei dem israelischen Angriff ebenfalls ums Leben kam.
Eugen Epp
Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani
In den iranischen Staatsmedien wird der Tod des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani bestätigt. Israels Verteidigungsminister, Israel Katz, hatte am Morgen erklärt, der einflussreiche Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates sei bei einem Angriff getötet worden.
Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilt mit, dass Laridschani zum „Märyrer” geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, „ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.”
Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilt mit, dass Laridschani zum „Märyrer” geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, „ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.”
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Lennard Worobic
Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagt Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Lennard Worobic
Israel will Irans Geheimdienstminister getötet haben
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Esmail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Katz sagt nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie „Bedrohungen nach außen“ verantwortlich gewesen.
Esmail Chatib. IMAGO / ZUMA Press Wire
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Irans Geheimdienst geht eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vor. In 26 Provinzen seien „111 Zellen“ von Monarchisten identifiziert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen „zur Auslösung von Straßenunruhen“ beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen „zur Auslösung von Straßenunruhen“ beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden.
Auch seien mehrere Menschen festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender „Iran International“ übermittelt hätten. Tasnim meldete zudem die Beschlagnahme von 350 Starlink-Geräten.
Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Auch nach Laridschanis Tötung gibt sich der Iran kämpferisch und demonstrativ unbeeindruckt und kündigt eine Fortsetzung seiner Gegenangriffe an. Die Islamische Republik sei ein robustes politisches System, das nicht von einzelnen Personen abhänge, sagt Außenminister Abbas Araghtschi in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des arabischen Senders Al-Dschasira. Der Tod hochrangiger Funktionäre werde die Regierungsgeschäfte nicht stören, Lücken würden rasch geschlossen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Saudi-Arabien hat heute nach eigenen Angaben zwei Drohnen abgefangen, die offenbar das Diplomatenviertel in der Hauptstadt Riad zum Ziel hatten. Das Verteidigungsministerium des Landes teilte im Onlinedienst X mit, zwei Drohnen seien abgeschossen worden, als sie versuchten, „sich dem Botschaftsviertel zu nähern“.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Irans getöteter Sicherheitschef Laridschani soll am Vormittag beigesetzt werden
Ali Laridschani wird am heutigen Mittwoch um 11.30 Uhr MEZ in der Hauptstadt Teheran beigesetzt, wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim melden. Auch der getötete Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, soll dann den Angaben zufolge beigesetzt werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt.
Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers.
In der Nacht hatte die mit dem Iran verbündete Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden des Nachbarlands Israel abgefeuert.
dpa
Imago Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Der Iran begründet seine Drohnen- und Raketenangriffe in der Nähe von Städten in Golfstaaten damit, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi iranischen Medien zufolge dem arabischen Sender Al-Dschasira.
Araghtschi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert seien und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür liege jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Araghtschi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert seien und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür liege jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin
Irans Justiz hat am Morgen einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs festgenommen worden.
Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
In den vergangenen Monaten wurden bereits mehr als zehn Männer hingerichtet, denen Irans Justiz eine Verbindung zum israelischen Geheimdienst vorwirft. Israel hatte im Juni 2025 zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und gemeinsam mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert.
Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
In den vergangenen Monaten wurden bereits mehr als zehn Männer hingerichtet, denen Irans Justiz eine Verbindung zum israelischen Geheimdienst vorwirft. Israel hatte im Juni 2025 zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und gemeinsam mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs lädt Saudi-Arabien die Außenminister arabischer und islamischer Staaten am heutigen Mittwochabend zu neuen Beratungen ein. Bei dem Treffen in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Nach Angaben aus Teheran ist ein Geschoss auf dem Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr eingeschlagen. Das Kraftwerk selbst sei nicht beschädigt worden, teilen die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi ruft zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Das AKW Buschehr ist das einzige iranische Kernkraftwerk und liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Der Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Derzeit baut der staatliche russische Atomkonzern Rosatom einen zweiten Reaktorblock.
Das AKW Buschehr ist das einzige iranische Kernkraftwerk und liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Der Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Derzeit baut der staatliche russische Atomkonzern Rosatom einen zweiten Reaktorblock.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Anna Aridzanjan

Iran rächt getöteten Sicherheitschef Laridschani mit Streumunition
Guten Morgen auch von mir, liebe Leserinnen und Leser.
Bei dem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod eines Spitzenfunktionärs der Islamischen Republik, bei dem zwei Menschen getötet wurden, kamen offenbar mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe zum Einsatz, das berichten mehrere Medien. Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst mit.
Mit der Attacke sei die Tötung des Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, vergolten worden, berichtet die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.
Streumunition gehört zu den sogenannten geächteten Waffen. Warum viele Länder sie trotzdem einsetzen, und welche Waffen im Krieg (eigentlich) noch tabu sind, sehen Sie in dieser Übersicht meines Kollegen Phil Göbel:
Bei dem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod eines Spitzenfunktionärs der Islamischen Republik, bei dem zwei Menschen getötet wurden, kamen offenbar mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe zum Einsatz, das berichten mehrere Medien. Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst mit.
Mit der Attacke sei die Tötung des Generalsekretärs des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Ali Laridschani, vergolten worden, berichtet die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.
Streumunition gehört zu den sogenannten geächteten Waffen. Warum viele Länder sie trotzdem einsetzen, und welche Waffen im Krieg (eigentlich) noch tabu sind, sehen Sie in dieser Übersicht meines Kollegen Phil Göbel:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten eine „dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura“. Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen.
Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner "zu ihrer eigenen Sicherheit" auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Bei israelischen Angriffen im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut sind mindestens sechs Menschen getötet, 24 weitere verletzt worden. Das berichtet das libanesische Gesundheitsministerium.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters · SID
due / nik / km / urb