USA und Israel bombardieren die Atomanlage Natans. Und iranische Raketen reichen weiter als gedacht. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Newsblog.
Wichtige Updates
Jessica Kröll
Die G7-Staaten haben den Iran aufgefordert, seine Angriffe auf ihre Verbündeten im Nahen Osten zu beenden. „Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes“, erklärten die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte in einer gemeinsamen Erklärung. Sie bekundeten zudem ihre „Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter“.
„Wir unterstützen das Recht der Länder, die zu Unrecht vom Iran oder von Stellvertretern des Iran angegriffen werden, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen“, heiß es in der Erklärung weiter.
Zur G7-Gruppe führender Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA. Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz der G7 inne.
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Jessica Kröll
Mehrere Verletzte nach Raketeneinschlag in Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel am frühen Abend sind mindestens 20 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten bei dem Vorfall in der Stadt Dimona im Süden Israels seien ein zehnjähriger Junge und eine Frau, die durch Splitter einer eingeschlagenen Rakete mittelschwer verletzt worden seien, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Die „Jerusalem Post“ berichtete, ein Gebäude in Dimona sei infolge des Einschlags eines Geschosses eingestürzt.
Im Bereich der israelischen Wüstenstadt Dimona befindet sich ein israelischer Atomreaktor, der als extrem gut geschützt gilt. Am Vormittag hatte der Iran seinerseits einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
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Jessica Kröll
Die EU-Kommission hat die Zielvorgaben für die Befüllung der Gasspeicher in den EU-Ländern gesenkt. EU-Energiekommissar Dan Jörgensen rief die Mitgliedstaaten in einem Brief dazu auf, eine Senkung ihres Befüllungsziels „auf 80 Prozent so früh wie möglich in Betracht zu ziehen“. Damit solle den Marktteilnehmern „Sicherheit und Zuversicht“ vermittelt werden. Das übliche Füllziel liegt bei 90 Prozent.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat sich der Ölpreis um mehr als 50 Prozent erhöht und die Gaspreise in der EU sind um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der Iran nimmt bei seinem Vergeltungsangriffen Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten ins Visier. Zudem ist die für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus faktisch für die Schifffahrt gesperrt.
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Jessica Kröll
Die USA haben nach eigenen Angaben die iranischen Fähigkeiten für bewaffnete Einsätze in der Straße von Hormus geschwächt. Bei einem Angriff mit bunkerbrechenden Bomben sei in dieser Woche ein unterirdisches Waffenlager an der iranischen Küste zerstört worden, teilte das US-Militär am Samstag mit. Die USA und Israel griffen iranischen Staatsmedien zufolge außerdem die wichtige Atomanlage Natans im Zentrum des Iran an.
Die US-Arme habe mehrere knapp 2300 Kilogramm schwere Bomben auf die unterirdische Anlage nahe der Straße von Hormus abgeworfen, wo Schiffsabwehr-Raketen, mobile Abschussrampen und weitere Ausrüstung gelagert worden seien, teilte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, mit.
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Daniel Bakir
Iranischer Angriff auf 4000 Kilometer entfernten Militärstützpunkt Diego Garcia
Irans Raketen haben offenbar eine größere Reichweite als bisher angenommen. Britische und amerikanische Medien berichten von einem Angriff auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia, der rund 4000 Kilometer von Iran entfernt im Indischen Ozean liegt. Die offiziell bestätigte Reichweite iranischer Raketen lag bisher bei 2000 Kilometern. Ein britischer Regierungsvertreter bestätigte dem "Wall Street Journal" einen "erfolglosen Angriff" auf Diego Garcia. Eine der beiden iranischen Raketen versagte laut Bericht in der Luft, die andere wurde wohl abgefangen.
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Daniel Bakir
Iran meldet US-israelische Angriffe auf Atomanlage Natans
Die wichtige iranische Atomanlage Natans ist offenbar am Samstagmorgen Ziel von US-israelischen Luftangriffen geworden. Das melden iranische Staatsmedien. Es sei kein radioaktives Material ausgetreten. In der Atomanlage wird Uran angereichert, sie war bereits bei den Luftschlägen im vergangenen Jahr eines der Hauptziele der USA.
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Daniel Bakir
Japanische Schiffe dürfen laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge sei nicht gesperrt, sagte er in einem Interview. Länder, die den Iran angreifen, müssten mit Einschränkungen rechnen. Japan, das auf Öltransporte aus der Region angewiesen ist, wolle der Iran eine sichere Durchfahrt gewähren.
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Daniel Bakir
Der Iran droht den Vereinigten Arabischen Emiraten mit "schweren Angriffen", sollten diese von ihrem Territorium Attacken auf zwei strategisch wichtige Inseln zulassen. Es geht um die Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus. Sie werden vom Iran kontrolliert, aber auch von den Emiraten beansprucht.
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Daniel Bakir
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl
Um die nach oben geschossenen Ölpreise zu dämpfen, lockern die USA kurzfristig die Sanktionen gegen Kriegsgegner Iran. Iranisches Öl, das sich derzeit auf Schiffen befindet, darf laut US-Finanzministerium bis zum 19. April wieder verkauft werden. Auch für russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befindet, hatten die USA bereits eine befristete Ausnahme von den Sanktionen verkündet.
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Eugen Epp
Außerdem erklärt Trump, die Nutzerstaaten sollten künftig die Straße von Hormus selbst schützen. Die Meerenge müsse bei Bedarf von den Ländern bewacht und gesichert werden, die sie nutzten. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein.
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Eugen Epp
USA könnten Angriffe auf Iran reduzieren
US-Präsident Donald Trump erwägt, die Militärangriffe auf den Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele in dem Krieg zu erreichen, schreibt der Republikaner auf der Plattform Truth Social:
- vollständige Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten, Startrampen und aller damit verbundenen Systeme
- Zerstörung der iranischen Rüstungsindustrie
- Vernichtung der iranischen Marine und Luftwaffe, einschließlich der Flugabwehrwaffen
- Verhinderung des Erwerbs von Atomwaffen durch den Iran und Gewährleistung einer schnellen und entschlossenen Reaktion der USA im Falle eines solchen Ereignisses
- Schutz unserer Verbündeten im Nahen Osten, darunter Israel, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait
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Eugen Epp
Großbritannien erlaubt den USA die Nutzung von Militärstützpunkten für Angriffe auf iranische Anlagen, die Teheran für Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus nutzt. Mehrere Minister hätten sich auf den Schritt geeinigt, erklärt ein Sprecher der britischen Regierung. Es gehe darum, „die Raketenstellungen und die Fähigkeiten zu schwächen”, die von iranischer Seite für Angriffe auf Schiffe in der Meerenge genutzt würden. Seit Beginn des Iran-Krieges hat Großbritannien den Vereinigten Staaten bereits die Nutzung zweier Militärstützpunkte gestattet.
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Eugen Epp
US-Präsident Donald Trump lehnt eine Feuerpause ab. „Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe”, sagt Trump vor Journalisten. „Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet.”
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Thomas Krause
Die britische Regierung erlaubt den USA die Nutzung ihrer Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen, die die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen. Dies wird nach Beratungen des britischen Kabinetts über die Lage dort bekanntgegeben. Das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung der Region umfasse US-Einsätze zur Zerstörung derartiger Raketenstellungen, teilt das Büro von Premierminister Keir Starmer mit.
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Thomas Krause
Der Iran ist einem Medienbericht zufolge nicht zu Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus bereit, solange er angegriffen wird. Die Meldung der Agentur Bloomberg bezieht sich auf die faktisch blockierte Wasserstraße, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Erdgastransports läuft.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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