Die Türkei entsendet Kampfflugzeuge nach Zypern. Die USA melden den Tod des siebten US-Soldaten. Der Ölpreis steht am frühen Montag bei rund 110 Dollar. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück.
- Gut eine Woche nachdem Israel Irans Obersten Führer getötet hat, übernimmt dessen Sohn Modschtaba Chamenei, 56, das höchste Amt.
- Der Ölpreis übersteigt deutlich die Marke von 100 US-Dollar.
- Bahrain meldet Dutzende Verletzte nach einem iranischen Drohenangriff
- Nach der Bombardierung eines Öllagers verdüsterten dichte Rauchschwaden den Himmel über Teheran. In der iranischen Hauptstadt regnet es Öl, berichtet ein CNN-Journalist.
- US-Präsident Donald Trump kritisiert Großbritannien und Premier Keir Starmer.
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Yannik Schüller
Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel ist nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet worden.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtet, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelt es sich um Bauarbeiter. Es habe auch an anderen Orten im Großraum Tel Aviv Einschläge gegeben.
Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom berichtet, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein rund 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, bei den Betroffenen handelt es sich um Bauarbeiter. Es habe auch an anderen Orten im Großraum Tel Aviv Einschläge gegeben.
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Yannik Schüller
Israel hat am Morgen Luftangriffe auf südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgeführt, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah gelten. Live-Bilder von AFPTV zeigen, wie Rauch über dem Süden Beiruts aufstieg. Viele Einwohner hatten das Gebiet verlassen.
Quelle: Bilal Hussein/AP/DPA
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Yannik Schüller
Türkei schickt Kampfjets nach Nordzypern
Die Türkei schickt sechs Kampfjets in den von ihr kontrollierten Norden der Mittelmeerinsel Zypern.
Zyprische Medien zeigen Bilder von der Landung der F-16-Jets auf dem Flughafen Ercan. Er liegt nordöstlich von der Hauptstadt Nikosia, aber in dem Teil Zyperns, der von türkischen Truppen besetzt ist und nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird.
Neben den Kampfjets seien auch Luftverteidigungssysteme in den Norden Zyperns verlegt worden, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Der Einsatz ziele darauf ab, die Sicherheit Nordzyperns „angesichts der jüngsten regionalen Entwicklungen“ zu stärken, erklärte Ministerium auf der Plattform X. Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickele, könnten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.
In der Nacht zum 2. März hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen. Ein Regierungssprecher in London bestätigte, dass ein Hangar beschädigt wurde. Der Schaden sei jedoch minimal gewesen.
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Yannik Schüller
China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Irans zurück. China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagt Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut fordertePeking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen.
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Yannik Schüller
Der Iran setzt bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition ein.
Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.
Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
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Phil Göbel
Auch die Politik macht der steigende Ölpreis zunehmend nervös. Die Finanzminister führender westlicher Industriestaaten (G7) werden einem Zeitungsbericht zufolge im Verlauf dieses Tages über eine mögliche Freigabe von Erdölreserven unter der Koordination der Internationalen Energieagentur (IEA) beraten.
Ziel der Dringlichkeitssitzung sei es, den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten rasanten Ölpreisanstieg abzufedern, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf G7-Vertreter.
Ziel der Dringlichkeitssitzung sei es, den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten rasanten Ölpreisanstieg abzufedern, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf G7-Vertreter.
Die Minister und IEA-Direktor Fatih Birol sollen demnach um 8.30 Uhr New Yorker Zeit (14.30 Uhr MEZ) telefonieren, um die Auswirkungen des Iran-Krieges zu erörtern. Wie die Zeitung weiter berichtet, hätten bereits drei G7-Staaten, darunter die USA, dem Vorschlag ihre Unterstützung zugesagt.
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Phil Göbel
Und auch an den Weltmärkten wird es immer ungemütlicher: Als Folge des immer weiter steigenden Ölpreises sind am Montag wichtige Börsen in Asien eingebrochen. In Japan lag der Aktienindex Nikkei zum Handelsschluss über fünf Prozent im Minus. In Südkorea gaben die Kurse knapp sechs Prozent nach.
Der Ölpreis stieg im asiatischen Handel zeitweise auf fast 120 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Asien ist stark abhängig von Öl und Gas aus Nahost.
Der Ölpreis stieg im asiatischen Handel zeitweise auf fast 120 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Asien ist stark abhängig von Öl und Gas aus Nahost.
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Yannik Schüller
Nach den israelischen ach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark.
Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichten. An den Tankstellen bilden sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.
Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichten. An den Tankstellen bilden sich Kilometer lange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.
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Yannik Schüller
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der Führung im Iran angegriffen, darunter in der Stadt Isfahan.
Die Angriffe gelten einer Mitteilung zufolge Kommandozentren von Behörden für innere Sicherheit und der Basidsch-Milizen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. Außerdem seien Raketenabschussrampen und eine Produktionsanlage für Raketentreibwerke im Iran beschossen worden.
Am Morgen und in der Nacht haben auch in Israel erneut die Warnsirenen geheult, darunter auch im Großraum Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom sind bei den iranischen Raketenangriffen rund 20 Menschen verletzt worden. Einige davon seien gestürzt, als sie in Schutzräume rannten.
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Matthias Urbach
Als Reaktion auf den Ölpreis-Schock will Südkorea die Spritpreise im Inland erstmals seit fast 30 Jahren deckeln. Die Regierung werde ein System von Höchstpreisen für Erdölprodukte „schnell und entschlossen umsetzen", sagt Präsident Lee Jae Myung am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts.
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Yannik Schüller
Wegen der steigenden Energiepreise führen die Philippinen vorübergehend eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden ein. Die Regelung gilt jedoch nicht für wichtige Dienste wie Polizei, Feuerwehr und andere Notfallkräfte.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnet auch an, dass alle staatlichen Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken sollen. Nicht zwingend notwendige Dienstreisen und Aktivitäten – etwa Studienreisen oder Treffen, die online stattfinden können – sollen vorübergehend ausgesetzt werden. Der südostasiatische Inselstaat ist stark von Energieimporten abhängig. „Wir sind Opfer eines Kriegs, den wir uns nicht ausgesucht haben“, so Marcos Jr.
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Yannik Schüller
Guten Morgen auch von mir, liebe Leser.
Dass sich Irans Präsident Massud Peseschkian erst am Wochenende noch für die Angriffe auf die Nachbarländer entschuldigt hat, ändert offenbar nichts am Vorgehen der Hardliner – die hatten Peseschkians Eingeständnis als "erniedrigend" bezeichnet.
Jetzt ist der Golfstaat Bahrain erneut zum Ziel eines Angriffs des iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaats im Persischen Golf meldet in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte. Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes. Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
Dass sich Irans Präsident Massud Peseschkian erst am Wochenende noch für die Angriffe auf die Nachbarländer entschuldigt hat, ändert offenbar nichts am Vorgehen der Hardliner – die hatten Peseschkians Eingeständnis als "erniedrigend" bezeichnet.
Jetzt ist der Golfstaat Bahrain erneut zum Ziel eines Angriffs des iranischen Militärs geworden. Das Innenministerium des kleinen Inselstaats im Persischen Golf meldet in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte. Alle Opfer seien Zivilisten und Bürger des Landes. Nach Angaben des Ministeriums war die südlich der Hauptstadt Manama gelegene Insel Sitra Ziel einer Drohnenattacke. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.
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Matthias Urbach
Bei dem iranischen Angriff auf die Insel Sitra in Bahrain sind mindestens 32 Menschen verletzt worden, vier schwer – unter den Schwerverletzten seien auch Kinder. Das teilt das Innenministerium des Landes mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs. In Sitra sind mehrere Häuser beschädigt worden, es waren zwei laute Explosionen auf der Insel zu vernehmen.
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Matthias Urbach
Dem neuen iranischen Führer Modschtaba Chamenei ist es offenbar wichtig, rasch Tatkraft zu demonstrieren. „Iran hat unter (...) Modschtaba Chamenei die erste Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert", erklärt der staatliche Sender Irib Montagfrüh auf seinem Telegram-Kanal.
Der Sender veröffentlicht zudem ein Foto eines Projektils, das die Aufschrift „Auf Ihren Befehl, Sayyid Modschtaba“ trägt. Sayyid ist ein Ehrentitel im schiitischen Islam.
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DPA · AFP · Reuters
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