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IS veröffentlicht Leitfaden: Das erwartet Frauen im Islamischen Staat

Die weibliche al-Khansaa-Brigade des Islamischen Staates hat ein Dokument über Frauenrechte im Kalifat veröffentlicht. Das Pamphlet gibt Einblick in die frauenverachtende Ideologie der Terroristen.

Von Marc Drewello

Frauen in der vom IS kontrollierten syrischen Stadt Rakka: Sie dürfen nur voll verschleiert mit dem Niqab auf die Straße gehen.

Frauen in der vom IS kontrollierten syrischen Stadt Rakka: Sie dürfen nur voll verschleiert mit dem Niqab auf die Straße gehen.

"Fürchtet Gott und erfüllt eure Pflichten gegenüber dem Staat": Ein von der al-Khansaa-Brigade, der Frauensektion des Islamischen Staates, veröffentlichtes Dokument zeigt, wie sich die Islamistinnen die Rolle der Frauen im Kalifat vorstellen. Demnach ist ihre vordringlichste Aufgabe, die Terroristen-Miliz mit Nachwuchs zu versorgen und sich um Mann, Kinder und Haushalt zu kümmern.

"Der Zweck ihrer Existenz ist die göttliche Pflicht der Mutterschaft", heißt es in dem Pamphlet. Und die Frauen sollten nach Ansicht von al Khansaa möglichst früh damit beginnen, gerne auch schon im Kindesalter: "Es wird als legitim angesehen, wenn ein Mädchen im Alter von neun Jahren heiratet", steht im Kapitel zum Thema Hochzeit. "Die meisten reinen Mädchen werden bis zum Erreichen des 16. oder 17. Lebensjahres verheiratet sein, wenn sie noch jung und aktiv sind". Ihre Ehemänner sollten nicht älter als 20 sein.

Die Autorinnen betonen, dass auch Frauen Bildung anstreben sollten. Und sie haben auch eine genaue Vorstellung davon, was ihnen beigebracht werden muss: Im Alter von sieben bis maximal 15 Jahren sollten Mädchen die Gesetze der Scharia, Religion, das Arabisch des Korans, islamische Geschichte, Rechnen, naturwissenschaftliche Grundlagen und häusliche Fähigkeiten wie Stricken, Kochen und Kindererziehung erlernen.

Eine Ausbildung, wie sie westliche Frauen anstrebten, sei unangebracht, heißt es weiter. Der gottgewollte Platz einer Frau sei zu Hause am Herd. "Deshalb ist es unnötig für sie, herumzuwandern, um Abschlüsse zu machen, nur damit sie beweisen kann, dass sie intelligenter ist als ein Mann."

Eine Berufsausbildung wäre für eine Frau im Islamischen Staat ohnehin nutzlos. In der Vorstellung der al-Khansaa-Brigade sind Frauen zum beruflichen Arbeiten offenbar gar nicht geeignet. "Einen Job zu haben, ist eine Aufgabe, die für Männer reserviert ist - dafür wurde ihm ein Körper und ein Gehirn gegeben", schreiben die Dschihadistinnen. Nur Ärztinnen und Lehrerinnen dürften ihren Beruf ausüben.

Die al-Khansaa-Brigade dient dem Islamischen Staat als Polizeitruppe, Propagandagruppe und Rekrutierungsorganisation

Die al-Khansaa-Brigade dient dem Islamischen Staat als Polizeitruppe, Propagandagruppe und Rekrutierungsorganisation

Das "Frauenbild der Ungläubigen in Europa" ist für al Khansaa gescheitert. Frauen sollten ihrer Ansicht nach gar nicht in der Öffentlichkeit auftreten, sondern "versteckt und verschleiert bleiben", schreibt die Brigade. Einrichtungen wie Modeläden oder Schönheitssalons seien "Teufelswerk". Sogar zum Thema Intimrasur äußern sich die Islamistinnen: Genitalien seien selbst nach Ansicht Gottes "hässlich", deswegen müssten sie verhüllt bleiben.

Das Dokument mit dem Titel "Frauen des Islamischen Staates: Manifest und Fallstudie" wurde bereits Ende Januar auf Arabisch im Internet veröffentlicht. Die Quilliam-Stiftung in London, die sich als anti-islamistischer Think Tank versteht, hat es nun ins Englische übersetzt. Die Stiftung sieht in dem Propagandatext den Versuch, strengkonservative muslimische Frauen besonders aus Saudi-Arabien nach Syrien oder in den Irak zu locken, damit sie sich dem Islamischen Staat anschließen. Es sei vom IS bewusst nicht übersetzt worden, vermutet sie, weil viele Westlerinnen davon wohl eher abgeschreckt würden.

Klar ist: Frauen sind wichtig für den Islamischen Staat, will er seine Macht dauerhaft festigen. Die einheimische Bevölkerung in den eroberten Gebieten wird vor allem durch Gewalt in Form von Einschüchterung und Abschreckung durch grausame öffentliche Bestrafungen gefügig gemacht. Frauen, die aus Überzeugung in das selbsternannte Kalifat einwandern und dort Kinder in der Ideologie der Terroristen großziehen, kämen den Terroristen wie gerufen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.