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Terror in Syrien : Warum IS-Kämpfer Angst vor Mädchen haben

Ohne jede Furcht um das eigene Leben ziehen IS-Kämpfer in ihren Dschihad. Doch beim Anblick von weiblichen Soldaten schlottern den Dschihadisten offenbar die Knie. 

IS-Dschihadisten fürchten Frauen. Denn falls sie von ihnen getötet werden, kommen sie nicht ins Paradies.

Eine Kämpferin des kurdischen Kampfverbands YPJ: IS-Dschihadisten fürchten die Frauen. Denn falls sie von ihnen getötet werden, kommen sie nicht ins Paradies.

Wladimir Putin schickt die größten Kampfjets der Welt nach Syrien, um die Stellungen des IS zu bombardieren. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass die USA Luftangriffe fliegen. Am Donnerstag sind die ersten deutschen "Tornados" in den Syrien-Einsatz aufgebrochen. Doch es sind weder die russischen Super-Bomber noch die deutschen High-Tech-Aufklärungsflugzeuge, die den IS das Fürchten lehren. Es sind Mädchen. 

Seit drei Jahren kämpfen kurdische Fraueneinheiten gegen die Dschadisten in Syrien. 2012 entstand der Frauenkampfverband YPJ, ein Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), einer kurdischen Nationalbewegung, die für politische Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete in der Türkei kämpft.

Bis zu 10.000 Frauen kämpfen als Freiwillige in dem Verband. Bei der mehrmonatigen verzweifelten Schlacht um Kobane kam dem YPJ eine entscheidende Rolle zu. Die Geheimwaffe der kurdischen Kämpferinnen: Ihr Geschlecht. 

Hölle statt 72 Jungfrauen

"Isis hat Angst vor Mädchen", erzählten die Soldatinnen dem US-amerikanischen TV-Sender CNN. "Die Dschihadisten denken, dass sie im Auftrag des Islam kämpfen. Sie glauben, dass wenn ein IS-Kämpfer von einem Mädchen, einem kurdischen Mädchen, getötet wird, dass er nicht in den Himmel kommt", sagte die 21-jährige Kommandeurin Telhelden. Der immer noch seltene Anblick von weiblichen Kämpfern gehöre daher zu den strategischen Vorteilen des YPJ.

Kurdischen Kämpferinnen und ihre einschüchternde Wirkung

Die Aussicht auf 72 paradiesische Jungfrauen verleiht den Dschihadisten eine Todesverachtung, die sie zu unberechenbaren Gegnern macht. Doch stehen sie Soldatinnen gegenüber, sehen die Terror-Milizionäre ihr Leben nach dem Tod in Gefahr. Im Kampf von einer Frau getötet zu werden, ist für Islamisten eine Schande. 

Außer ihrer einschüchternden Wirkung hilft den kurdischen Kämpferinnen auch ihre Entschlossenheit. Denn eins wissen die Frauen genau: Sollte der IS gewinnen, erwartet sie der Tod. "Sie werden keine einzige von uns am Leben lassen", sagte eine 20-jährige Kämpferin dem CNN.

ivi