Israel 19 Tote bei Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat sich in einem voll besetzten Familienrestaurant in der Hafenstadt Haifa in die Luft gesprengt.

Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat sich am Samstagnachmittag in einem voll besetzten Familienrestaurant im Süden der israelischen Hafenstadt Haifa in die Luft gesprengt und dabei mindestens 18 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Über 50 Menschen wurden nach Angaben von Polizeisprecher Gil Kleimann zum Teil lebensgefährlich verletzt. Unter den Opfern waren mindestens fünf Kinder. Mehrere Dutzend Gäste wurden bei der Explosion im Inneren des Lokals zum Teil schwer verletzt. Israelische Beobachter rechnen noch in der Nacht zum Sonntag mit einer militärischen Reaktion Israels auf das neue Attentat.

Der designierte palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kureia verurteilte den Anschlag auf das Lokal, das einem israelischen Araber gehört. In einer offiziellen Erklärung hieß es, Kureia verurteile «den Selbstmordanschlag, der sich gegen unschuldige Zivilisten richtete». Er rief die USA und die Mitglieder des so genannten Nahostquartetts (USA, EU, Russland und UN) auf, so schnell wie möglich im Nahost-Konflikt zu intervenieren, um eine Eskalation zu verhindern. Die Autonomiebehörde sei gegen alle Formen der Gewalt gegen Zivilisten, gleichgültig, ob sie Israelis oder Palästinenser seien.

Der Attentäter hatte zunächst einen Wachmann vor dem Lokal erschossen und war dann in das Lokal gestürmt, in dem er die Explosion auslöste. Nach Augenzeugenberichten wurde das gut besuchte Lokal «Maxim» in Strandnähe durch die Explosion völlig zerstört.

Die israelische Armee hatte bereits am Freitag das Westjordanland vor dem am Sonntagabend beginnenden jüdischen Jom-Kippur-Fest aus Furcht vor Anschlägen abgeriegelt. Den Geheimdiensten lagen Dutzende Warnungen vor Terroranschlägen vor.


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