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Falsche Grammatik "Deshalb habe ich Krebs!": Joe Biden irritiert mit Aussage über Gesundheit – Weißes Haus muss ihn berichtigen

Joe Biden bei einer Rede mit erhobenem Zeigefinger
Joe Bidens Krebs-Verlautbarung schien zunächst ein erstaunlich beiläufiger Hinweis während einer Rede über die globale Erwärmung zu sein (Archivbild)
© Evan Vucci / DPA
Wie wichtig die Wahl des richtigen Tempus manchmal sein kann, zeigt eine Rede Joe Bidens, in der er von einer aktuellen Krankheit berichtet. Im Anschluss mussten seine Mitarbeiter Bidens Aussagen schnell korrigieren.

US-Präsident Joe Biden sagte am Mittwoch in einer Rede, dass er Krebs habe, und zwang die Pressestelle des Weißen Hauses dadurch, schnell klarzustellen, dass er sich auf eine frühere Hautkrebsbehandlung bezog, die er vor seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte.

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Bidens Verlautbarung schien zunächst ein erstaunlich beiläufiger Hinweis während einer Rede über die globale Erwärmung zu sein, in der der Präsident die Emissionen von Ölraffinerien in der Nähe seines Elternhauses in Claymont, Delaware, beschrieb, wie die "New York Post" zusammenfasst. "Das ist der Grund, warum ich und so verdammt viele andere Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, Krebs haben und warum Delaware für die längste Zeit die höchste Krebsrate in der Nation hatte", sagte Biden demnach.

Nicht der erste Tempus-Fehler Joe Bidens

Der Sprecher des Weißen Hauses, Andrew Bates, verwies in diesem Zusammenhang auf einen Tweet des "Washington Post"-Kolumnisten Glenn Kessler, der beschreibt, dass bei Biden vor seinem Amtsantritt "Hautkrebs ohne Melanom" entdeckt und entfernt worden sei.

Es ist jedoch völlig unklar, warum Biden sich dafür entschieden hat, das Verb haben im Präsens zu verwenden, um von seinem Krebs zu berichten. Bidens Arzt, Dr. Kevin O’Connor, gab 2021 einen Gesundheitsbericht heraus, der nirgends darauf hinwies, dass der Präsident aktuell an Krebs leide.

Auch die von Biden berichtete Ursache ist demnach so nicht haltbar: O’Connors Bericht führte Bidens früheren Hautkrebs vielmehr auf viel Zeit in der Sonne zurück und nicht etwa auf Emissionen der Ölindustrie: "Es ist allgemein bekannt, dass Präsident Biden in seiner Jugend viel Zeit in der Sonne verbracht hat", schrieb O'Connor über seinen Patienten Biden, der in seiner Jugend auch mal als Rettungsschwimmer arbeitete.

Biden spreche jedenfalls oft falsch, im Sinne von falsch gewählten grammatikalischen Zeiten, fasst die "New York Post" zusammen. Im September 2021 habe er beispielsweise vor jüdischen Geistlichen gesagt, dass er sich daran erinnere, nach dem Massenmord an 11 Menschen im Jahr 2018 "Zeit in der "Tree of Life"-Synagoge in Pittsburgh verbracht" zu haben. Vertreter der Synagoge jedoch bestritten einen solchen Besuch. Später korrigierte sich Biden und ergänzte, dass er über einen Besuch nachdenke.

Quellen:  "New York Post" (1), "New York Post" (2), offizieller Arztbericht zu Joe Biden 2021

km

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