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Wikileaks-Gründer Mutter von Julian Assange: "Sein Körper gibt langsam auf"


Julian Assange - an diesem Freitag entscheidet sich sein weiteres Schicksal. Die Mutter des Wikileaks-Gründers macht sich so oder so ernste Sorgen um ihren Sohn. Die Gesundheit des 44-Jährigen ist offenbar schwer angeschlagen.

Die Mutter von Wikileaks-Gründer Julian Assange hat große Sorge um ihren Sohn. Der Australier lebt seit dreieinhalb Jahren in der Botschaft Ekuadors in London, um einer Festnahme zu entgehen. "Sein Körper gibt langsam auf, er hat schon Herzprobleme, eine chronische Lungenentzündung und schwere Schulterschmerzen", sagte Christine Assange am Freitag dem australischen Rundfunksender ABC. Ärzte hätten unter anderem eine Stunde Sonnenlicht pro Tag empfohlen, "aber die britische Regierung verweigert dies", wie Christine Assange sagte.

Die britische Polizei will Assange aufgrund eines Haftbefehls aus Schweden festnehmen, wo wegen Verdachts auf Vergewaltigung gegen Assange ermittelt wird. Der 44-Jährige hat die Vorwürfe bestritten. Er fürchtet zudem, über Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm wegen Veröffentlichung geheimer Dokumente auf der Enthüllungsplattform Wikileaks ebenfalls eine Anklage. 

Was passiert nun mit Julian Assange?

Eine Expertengruppe des UN-Menschenrechtsrates beurteilte den Botschaftsaufenthalt nach Angaben der schwedischen Regierung als unrechtmäßige Haft. Die britischen Behörden stehen dagegen auf dem Standpunkt, dass Assange sich freiwillig in der Botschaft aufhält. Die Expertengruppe des Menschenrechtsrats will ihr Urteil am Freitag offiziell veröffentlichen.

Im Anschluss will Assange über sein weiteres Vorgehen entscheiden. Seine Anwälte wollen gegen Mittag vor die Presse treten. Der Internet-Aktivist hatte angekündigt, sich bei einem negativen Votum des UN-Gremiums den Behörden zu stellen. Im anderen Fall will er eine sofortige Rückgabe seines Passes verlangen. Nachdem am Donnerstag eine erste Tendenz der UN-Entscheidung bekannt wurde, haben aber weder Großbritannien noch Schweden signalisiert, einlenken zu wollen.

dho DPA

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