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Kampf gegen den Staatsbankrott: Griechenland plant neue Immobiliensteuer

Die griechische Regierung wehrt sich mit allen Mitteln gegen den drohenden Staatsbankrott. Eine neue Steuer auf Immobilien soll bis zum Jahresende zwei Milliarden Euro in die maroden Kassen spülen.

Im Kampf gegen die drohende Staatspleite plant Schuldensünder Griechenland eine neue Immobiliensteuer. Daraus sollten bis zum Jahresende zusätzlich rund zwei Milliarden Euro in die Staatskassen fließen, sagten Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Nur so könnten die Griechen hoffen, dass EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) grünes Licht für die Fortsetzung der Griechenland-Hilfen geben. Genaueres wolle der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos nach einer dringend einberufenen Sondersitzung des Ministerrates in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki am Sonntagnachmittag bekanntgeben, hieß es. Die neue Steuer könne schnell kassiert werden, da Besitzer und Flächen von Wohnungen und Häusern bekannt seien, hieß es.

Kontrolleure von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) werden am 14. September wieder in Athen erwartet, um die Fortschritte beim Sparkurs zu überprüfen. Die Kontrolleure hatten Athen Anfang September vorübergehend verlassen - Griechenland müsse den Haushaltsplan für 2012 überarbeiten und Strukturreformen angehen.

Die Lage in Griechenland hatte sich zuletzt weiter zugespitzt. Die Regierung in Athen erwartet einen noch stärkeren Wirtschaftseinbruch als bislang angenommen. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou kündigte einen "Titanenkampf" gegen einen drohenden Bankrott seines Landes an. Er sei entschlossen, alles zu tun, damit Griechenland ein Euroland bleibe, sagte Papandreou in Thessaloniki.

jwi/DPA / DPA