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Rekordwahl für den "Führer der Nation": Nasarbajew bleibt Kachstans Präsident

Das Wahlergebnis erinnert an realsozialistische Zeiten: Mit fast 100 Prozent wurde Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew im Amt bestätigt. Seit 25 Jahren regiert er mit harter Hand.

Der autoritäre Dauerpräsident Nursultan Nasarbajew ist mit einem Rekordwert von 97,7 Prozent der Stimmen bestätigt worden.

Der autoritäre Dauerpräsident Nursultan Nasarbajew ist mit einem Rekordwert von 97,7 Prozent der Stimmen bestätigt worden.

Bei der Wahl in der ölreichen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan ist der autoritäre Dauerpräsident Nursultan Nasarbajew mit einem Rekordwert von 97,7 Prozent der Stimmen bestätigt worden. Damit kann der seit Anfang der 90er Jahre regierende Nasarbajew die fünfte Amtszeit in Folge antreten.

Der 74 Jahre alte Nasarbajew ist seit 25 Jahren an der Macht. Die Wahlbeteiligung wurde mit einem Rekordwert von 95,2 Prozent der Stimmen angegeben. Westliche Beobachter kritisieren die Wahl als unfair und nicht frei.

Noch nie freie Wahlen in Kasachstan

Neben Nasarbajew waren bei der Wahl am Sonntag noch zwei weitgehend unbekannte Kandidaten angetreten, die aber ebenfalls als regierungsnah gelten. Die Opposition hatte keine Kandidaten aufgestellt. Freie Wahlen hat es in der ehemaligen Sowjetrepublik noch nie gegeben.

Nach seinem Sieg sagte Nasarbajew: "Ohne ein solches Vertrauen wäre es schwierig, die vor uns stehenden Aufgaben zu lösen." Das Ergebnis zeige die "Einheit des kasachischen Volkes".

Nasarbajew regiert das zentralasiatische Land seit der Unabhängigkeit 1991 mit harter Hand. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage sind 91 Prozent der Kasachen mit seiner Amtsführung zufrieden. Bei der Wahl 2011 gewann Nasarbajew laut amtlichen Angaben mit 95,5 Prozent der Stimmen.

las/DPA / DPA