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Konflikt auf dem Balkan Serbien und Kosovo - gemeinsam "in der Sackgasse"


Der Streit um die Grenzposten zwischen Kosovo und Serbien wird so schnell nicht beigelegt werden. Trotz stundenlanger Verhandlungen mit dem serbischen Chefunterhändler ist die Ergebnislage bisher dürftig. Auch die kosovarische Regierung in Pristina bleibt hart.

Im Kosovo-Konflikt haben sich die Fronten zwischen Albanern und Serben wieder verhärtet, eine Lösung scheint nicht in Sicht. Die Kosovo-Regierung habe Bedingungen für einen Kompromiss gestellt, die von Serbien unter keinen Umständen akzeptiert werden könnten, berichteten die Medien am Freitag in Pristina. Die Verhandlungen über ein Abkommen steckten "in einer Sackgasse", berichtete auch der Belgrader Sender B92.

Der serbische Chefunterhändler Borislav Stefanovic hatte mit dem Kfor-Kommandeur Erhard Bühler am Vortag weit über fünf Stunden verhandelt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Im Kern gehe es um die Aufrechterhaltung des von der Kosovo-Regierung verhängten Importstopps für serbische Waren sowie um die lückenlose Personenkontrolle bei der Einreise. Lastwagen mit humanitären Gütern dürfen nach Forderung von Pristina die Grenzen nur passieren, wenn eine unabhängige internationale Organisation eine drohende humanitäre Katastrophe bei der serbischen Minderheit im Land festgestellt habe.

Daneben verlangt die Kosovo-Regierung nach diesen Berichten, dass alle Personen bei der Einreise streng kontrolliert werden und dass einige "wilde" Grenzübergänge zwischen den beiden Ländern geschlossen werden. Hintergrund ist die wiederholte Ein- und Ausreise serbischer Politiker, die eigentlich eine Bewilligung von Pristina einholen müssen. Diese Politiker waren jedoch von den Serben in diesem Gebiet stets über die grüne Grenze ein- und ausgeschleust worden. Pristina hatte mit deren Festnahme und Abschiebung gedroht.

ono/DPA DPA

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