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Konflikt zwischen Nord- und Südkorea: Nordkorea macht erneut dicht

Nordkorea schließt weitere Gespräche mit dem Süden aus. Sükorea wolle keine besseren Beziehungen, hieß es aus Pjöngjang. Das Scheitern der Gespräche ist ein Rückschlag im Annäherungsprozess der koreanischen Halbinsel. Zehntausende Soldaten stehen sich hier bis an die Zähne bewaffnet gegenüber.

Nach dem Scheitern von Militärgesprächen hat Nordkorea vorerst weitere Verhandlungen mit dem Süden ausgeschlossen. Südkorea wünsche keine Verbesserung der Beziehungen, sagte ein Delegierter aus Pjöngjang laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Deswegen sehe Nordkorea keine Notwendigkeit, sich weiter zu engagieren. Die südkoreanische Regierung erklärte, ihr Angebot für Gespräche auf einer höheren militärischen Ebene bestehe fort. Bedingung sei allerdings, dass der Norden wegen der Angriffe im vergangenen Jahr "verantwortliche Schritte" einleite.

Südkoreas Vereinigungsminister Hyun In Taek sagte hingegen, die Tür zu einem Dialog bleibe weiter offen. "Wir werden jetzt erst einmal abwarten." Die nordkoreanische Verhandlungsdelegation hatte am Mittwoch nach Angaben aus Seoul den ersten Dialog beider Länder seit dem nordkoreanischen Artillerieangriff auf eine südkoreanische Insel im November abgebrochen. Die Gespräche hatten am Dienstag in dem Grenzdorf Panmunjom begonnen. Das Treffen sollte der Vorbereitung von Militärgesprächen auf höherer Ebene dienen.

Südkorea hatte eine Entschuldigung des Nordens für zwei Vorfälle in den vergangenen Monaten gefordert. Seoul macht Pjöngjang für einen Torpedoangriff auf ein südkoreanisches Marineschiff verantwortlich, bei dem im März vergangenen Jahres 46 Soldaten getötet wurden. Im November beschoss die nordkoreanische Armee die grenznahe südkoreanische Insel Yeonpyeong und tötete zwei südkoreanische Marinesoldaten und zwei Zivilisten. Pjöngjang weist die Schuldzuweisungen zurück.

liri/Reuters/AFP / Reuters
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