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Erschreckender Bericht der UN: Kindersoldaten im Kongo trinken Blut ihrer Opfer

Im bitterarmen Kongo eskaliert die Gewalt - sowohl Kindersoldaten als auch Polizisten beteiligen sich an Überfällen und Morden. Die UN berichten Erschreckendes aus dem afrikanischen Land.

Ein Kindersoldat im Kongo

Ein Kindersoldat im Kongo

Die Gräueltaten im Kongo werden nach Darstellung der Vereinten Nationen nicht zuletzt von Kindersoldaten begangen. Auf Seiten der Rebellengruppe Kamuina Nsapu kämpften Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis 13 Jahren, geht aus einem am Freitag in Genf veröffentlichten Bericht des Büros des UN-Menschenrechtskommissars hervor.

"Zeugen berichteten, dass die Mädchen das Blut der Opfer trinken als Teil eines magischen Rituals, das die Gruppe unbesiegbar machen soll." Der Aberglaube in der Bevölkerung trage offenbar dazu bei, dass eine nur schwach ausgerüstete, vor allem aus Kindern bestehende Miliz mehr als ein Jahr lang der Offensive der Armee widerstehen könne, heißt es in dem Bericht.

Auf dem Skateboard vergessen Kinder in Kriegsgebieten ihren schweren Alltag


Auch Polizisten nehmen an Überfällen teil

Die Regierung trägt laut UN Mitschuld an der Situation. So würden sich auch Polizisten an den Überfällen auf Dörfer beteiligen. Es bestehe die Sorge, dass die Unruhen ein Vorwand sein sollten, Wahlen zu verzögern, so ein UN-Sprecher.

Die Gewalt in der vormals friedlichen Region Kasai der bitterarmen Demokratischen Republik Kongo war im August 2016 ausgebrochen, nachdem Sicherheitskräfte den Anführer der Rebellengruppe getötet hatten. Rund 1,3 Millionen Menschen sind im Land auf der Flucht.


jen / DPA