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Krebstod von Hugo Chávez: Boliviens Präsident Morales wittert Mord

Der Tod von Hugo Chávez ruft Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Boliviens Präsident Evo Morales kommt der rasche Krebstod des Freundes sehr seltsam vor.

Für Boliviens Präsident Evo Morales ist es vorstellbar, dass sein venezolanischer Kollege Hugo Chávez ermordet wurde. "Er war 58 Jahre und er ist so rasch gestorben", sagte Morales am Montagabend in Wien, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Er forderte eine Untersuchung der wahren Todesursache.

Chávez starb am Dienstag im Alter von 58 Jahren nach langem Krebsleiden. Der inzwischen zum Interimspräsidenten Venezuelas ernannte Nicolás Maduro hatte kurz vor dem Tod von Chávez öffentlich darüber spekuliert, dass der "Comandante" mit dem Krebs infiziert worden sei.

Nach Ansicht von Morales, der als enger Freund und Verbündeter des "Comandante" galt, könnte Chávez einem Attentat zum Opfer gefallen sein. Das "Imperium" könne schnell zuschlagen, sagte Morales. Auch Kubas ehemaliger Präsident Fidel Castro sei stets um seine Sicherheit bedacht, dennoch habe es Attentatsversuche auf ihn gegeben, so Morales. "Es ist immer so, wenn Präsidenten oder Gewerkschaftsführer den Mund aufmachen", sagte der bolivianische Präsident.

Morales besuchte in Wien die Vereinten Nationen. Dort setzte er sich bei der jährlichen Versammlung der UN-Drogenkonvention erneut für die vollständige Freigabe des Koka-Konsums ein.

anb/DPA / DPA